Polizisten befreien Hund aus Klo-Schuppen, sein Auge ist nicht mehr zu retten

Campo Grande (Brasilien) - Es sind nur schwer ertragbare Bilder, die die Polizei in Brasilien veröffentlicht hat. Im Bundesstaat Mato Grosso do Sul wurde ein eingesperrter und misshandelter Hund nach mehreren Tagen befreit.

Hinter dem Toilettenbecken fanden die Militärpolizisten einen misshandelten Pudel.
Hinter dem Toilettenbecken fanden die Militärpolizisten einen misshandelten Pudel.  © Screenshot/Policia Militar Mato Grosso do Sul

Beamte der militärischen Umweltpolizei PMMS wurden bereits am 28. April von einem Anwohner nach Bela Vista gerufen, da dort ein Vierbeiner misshandelt werden soll.

Die Bewohner hatten das Haus bereits vor fünf oder sechs Tagen verlassen.

Also sprangen die Polizisten über eine Mauer und fanden in einem Toiletten-Schuppen im Hof einen eingesperrten Pudel vor. Anscheinend war das Tier einige Tage gefesselt gewesen und ohne Futter und Wasser zurückgelassen worden.

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Außerdem hatte der geschwächte Hund mehrere Verletzungen.

Am schlimmsten war ein Auge betroffen. Das Sehorgan war völlig verfault, Maden fraßen sich bereits daran satt.

Die Polizisten nahmen den völlig entkräften Hund mit und retteten ihm das Leben.

So sah der Pudel aus, als er gefunden wurde

Der Hund war in einem schlimmen Zustand, als er gefunden wurde.
Der Hund war in einem schlimmen Zustand, als er gefunden wurde.  © Policia Militar Mato Grosso do Sul

Und so sieht der Hund jetzt aus

Der Pudel wurde geschoren und am Auge operiert.
Der Pudel wurde geschoren und am Auge operiert.  © Screenshot/Policia Militar Mato Grosso do Sul

Der Pudel kam in eine Privatklinik. Dort operierte Tierarzt Patrick Meira ihn kostenlos. Der Arzt entfernte alle Maden. Das Auge war nicht zu retten und musste ebenfalls herausgenommen werden.

Inzwischen gelang es den Polizisten auch die mögliche Halterin zu ermitteln, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Die Frau wurde etwa 45 Kilometer entfernt gefunden. Sie sagte den Beamten, dass sie den Hund gar nicht besitzen würde.

Außerdem bestritt sie, ihn gefesselt und eingesperrt zu haben. Vielmehr sei es so gewesen, dass sie den Pudel vor dem Haus gefunden und auf den Hof gelassen habe.

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Die Geschichte nahmen ihr die Polizisten nicht ab. Selbst wenn sie wahr wäre, sei es bereits eine Misshandlung, den Hund tagelang ohne Futter und Wasser im Hof einzusperren. Daher musste die Frau eine Strafe von 1000 Brasilianischer Real (etwa 155 Euro) zahlen. Außerdem kommt auf sie ein Verfahren zu, bei einer Verurteilung drohen eine Haftstrafe von zwei bis fünf Jahre Gefängnis.

Dem Pudel geht es mittlerweile deutlich besser; er ist außer Lebensgefahr. Außerdem hat er bereits ein neues Zuhause gefunden. Eine 19-Jährige aus dem Ort nahm sich des Tieres an.

Titelfoto: Montage: Screenshot/Policia Militar Mato Grosso do Sul, Policia Militar Mato Grosso do Sul

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