Spaziergang im Schnee: Müssen Hunde im Winter Jacken tragen?

Halle (Saale) - Ein schöner Spaziergang im Schnee? Herrlich! Daran haben nicht nur Frauchen und Herrchen, sondern auch Hunde ihren Spaß. Doch muss der Vierbeiner eigentlich auch warm eingepackt werden? Der Tierschutz Halle e.V. kennt vier wichtige Tipps, damit beim Gassi gehen im Winter alles glatt läuft.

Bei niedrigen Temperaturen sollten auch Hunde beim Winterspaziergang schön warm eingepackt werden (Symbolbild).
Bei niedrigen Temperaturen sollten auch Hunde beim Winterspaziergang schön warm eingepackt werden (Symbolbild).  © Kay Nietfeld dpa/lno

Ein dichtes Fell halte zwar warm und schütze vor Wind und Wetter - aber für einige Hunde sei das nicht genug. Rassen mit kurzem Fell, ältere Hunde, Welpen, chronisch Kranke und sehr kleine Fellnasen bräuchten zusätzliche Wärme, erklären die Helfer des Tierschutzvereins in einem aktuellen Facebook-Post.

Sie raten zu viel Bewegung und einem wasserfesten Mantel für betroffene Vierbeiner. "Als Faustregel gilt: Ab unter 5° C ziehen die Minis die Wintermontur an, ab unter 0 °C sollte so ziemlich jeder das Mäntelchen rausholen, es sei denn es handelt sich um einen sibirischen Schlittenhund", wissen die Tierschützer.

Zusätzlich müsse auf folgende Anzeichen geachtet werden: "Wölbt der Hund den Rücken auf, zieht den Popo ein und fängt an zu zittern, solltet Ihr Euch schnellstens in euer warmes Zuhause begeben."

Pfotenpflege, Schnee-Diät und Leuchthalsbänder

Doch nicht nur die Temperatur spiele eine Rolle. So könnten Salz, Eis und Schnee den Pfötchen schaden - lauwarmes Wasser helfe nach dem Ausflug gegen drohende Risse.

"Zusätzlich empfiehlt sich zur Pediküre eine cremige Pfotenpflege speziell für Hunde oder aber auch das bewährte Kokosöl oder Ringelblumensalbe", wird in dem Beitrag weiter erklärt.

Und wenn das Haustier vom Schnee nascht? Hier gelte wie bei allem: In Maßen kein Problem, doch bitte nicht in Massen! "Denn das gefrorene Wasser gelangt so in den Magen-Darm-Trakt und greift die Schleimhäute an. Das kann zu Durchfall, Erbrechen oder allgemeinem Unwohlsein im Magen-Darm-Bereich führen", so die Vereinsmitglieder.

Ein weiterer Tipp: Leuchthalsbänder. So geht auch das kleinste Hündchen bei Dunkelheit nicht verloren und wird von anderen Tieren und Menschen rechtzeitig bemerkt.

Titelfoto: Kay Nietfeld dpa/lno

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