Tierärztin tanzt mit Hunden und gewinnt damit Meistertitel

Bockenem - Wenn Uta Opel zum Sport geht, muss sie eigentlich nur in den Garten gehen. Manchmal geht sie aber auch in die Innenstadt oder einen Baumarkt.

Uta Opel trainiert mit ihrem Rüden Takutai für eine Choreografie in der Sportart Dogdance.
Uta Opel trainiert mit ihrem Rüden Takutai für eine Choreografie in der Sportart Dogdance.  © Swen Pförtner/dpa

Immer mit dabei sind Dexter, Takutai und Puku - drei Hunde der Rasse Miniature American Shepard. Die 62-jährige Tierärztin aus dem niedersächsischen Bockenem macht gemeinsam mit ihren Hunden Dogdance, eine Sportart, bei der Mensch und Tier zur Musik Kunststücke vorführen.

In Deutschland gehört Uta Opel zu den Besten ihrer Sportart. Dreimal hat sie bereits die Deutsche Meisterschaft gewonnen. Im Team wurde sie schon Weltmeisterin. Alleine reichte es bei Welt- und Europameisterschaften immerhin für das Finale.

Damit ihre Tiere durch den Lärm bei Turnieren nicht zu sehr gestresst werden, übt sie mit ihnen auch an kuriosen Orten, wie der Innenstadt oder am Straßenrand. Oder eben im Baumarkt. 2009 nahm die 62-Jährige zum ersten Mal an einem Wettkampf teil.

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Nach Angaben des Tierschutzbundes Niedersachsen wird Dogdance in Deutschland immer populärer.

Die Zahl der Turniere nehme demnach zu. Die Tierschützer warnen jedoch vor zu großen Reisestrapazen für Wettkampfhunde. Zwar seien Hundesportarten gut für die Tiere, doch zu lange und häufige Reisen zu Turnieren könnten zu Stress bei den Vierbeinern führen.

Dogdance wird in Deutschland immer populärer, doch die Sportart ruft auch Kritik hervor.
Dogdance wird in Deutschland immer populärer, doch die Sportart ruft auch Kritik hervor.  © Swen Pförtner/dpa

Andere Fachleute gehen in ihrer Kritik weiter: "Kein Hund würde diese Bewegungen von Natur aus mit Freude machen", sagt etwa Martina Grube. Die 39-Jährige setzt Hunde in der tiergestützten Pädagogik mit Kindern und Jugendlichen mit geistigen Behinderungen ein. Das Tier sei vor allem auf Belohnungen, also Leckerli, aus.

Viele positive Aspekte des Dogdance, vor allem beim Ausleben des Bewegungsdrangs und des Gehorsams des Tieres, könnten durch alternative Beschäftigungen erreicht werden.

Titelfoto: Swen Pförtner/dpa

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