Tollwut: Muss man seinen Hund dagegen impfen?

Tollwut ist eine sehr gefährliche Erkrankung, die ohne Impfschutz tödlich endet. TAG24 erklärt, was Hundehalter bei diesem Thema beachten müssen.

Ein kleiner Pieks mit großer Wirkung: Eine Tollwutimpfung kann ein überlebenswichtiger Schutz für den Hund bedeuten.
Ein kleiner Pieks mit großer Wirkung: Eine Tollwutimpfung kann ein überlebenswichtiger Schutz für den Hund bedeuten.  © 123RF/Igor Daniel

Tollwut ist eine durch Viren verursachte Krankheit, die über die Schleimhäute und Blut übertragen werden kann – somit also auch über den Speichel eines Hundes beispielsweise bei einem Biss. 

Die Viren verteilen sich über das Nervensystem und greifen schließlich das Gehirn an. Das ist auch der Grund, warum man einige Zeit nach Ausbruch der Erkrankung starke Wesensveränderungen beim Hund wahrnehmen kann.

Ein infiziertes Tier ist auch für Halter bzw. Kontaktpersonen gefährlich, da Tollwut auf den Menschen übertragbar ist.

Da Tollwut sehr gefährlich ist, ist der Umgang staatlich kontrolliert und eine Infektion meldepflichtig. 

Ist ein Hund mit Tollwut infiziert und nicht geimpft, wird er in jedem Fall eingeschläfert. 

Ist nicht ganz klar, ob er infiziert ist, entscheidet allein der zuständige Amtsarzt, ob der Tod des Hundes ohne Therapieversuche herbeigeführt wird oder nicht, Hundehalter haben hier kein Mitspracherecht.

Das ist für viele schwer zu ertragen, wegen der akuten Gefahr für Mensch und Tier, die durch Tollwut ausgeht, aber notwendig.

Nur eine Tollwut-Impfung schützt den Hund

Hunde sollte man schon im Welpenalter gegen Tollwut impfen.
Hunde sollte man schon im Welpenalter gegen Tollwut impfen.  © Unsplash/Jametlene Reskp

Ist ein Hund gegen Tollwut, auch Rabies genannt, geimpft, kann er sich trotzdem mit den Tollwutviren (Rabiesviren) infizieren. 

In diesem Fall wird er aber nicht gleich getötet, sondern behandelt und eine Quarantäne von mehreren Monaten angeordnet.

Wann kann man einen Hund gegen Tollwut impfen?

Schon als Welpe in der zwölften Woche kann man Hunde gegen Tollwut impfen. Einige Stimmen empfehlen die Tollwut Impfung sogar etwas früher, daher am besten mit dem Tierarzt absprechen. Einige Wochen später erfolgt dann die Auffrischungsimpfung.

Wie oft muss man einen Hund gegen Tollwut impfen?

Alle drei Jahre sollte die Tollwutimpfung erneuert werden, damit die Tiere ausreichend geschützt sind.

Das Thema Tollwut bei Hunden sollte man ernst nehmen

Seit 2008 gilt Deutschland als Tollwut-frei, wie fressnapf.de im Artikel "Tollwut beim Hund – eine fast vergessene Seuche" berichtet, wo aber gleichzeitig darauf hingewiesen wird, dass eine Ansteckung über importierte Tiere möglich ist. Denn noch immer gibt es viele Länder auch in Europa, die mit Tollwutfällen zu kämpfen haben.

Hundehalter sollten das Thema nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn es gibt keine wirksame Therapie gegen eine Tollwut-Erkrankung.

Nur eine ausreichende Impfung schützt das Leben des Tieres und die Menschen, die mit ihm in Kontakt stehen.

Titelfoto: 123RF/Igor Daniel

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