Tragödie im Beautysalon: Hund stirbt qualvoll, Besitzer spricht von Mord

Pyskowice - Es ist ein Albtraum für ein Ehepaar in Polen! Eigentlich wollten die Hundebesitzer ihre "Tosia" mit einer kleinen Schönheitsbehandlung verwöhnen, doch diese überlebte das Tier nicht.

Die vierjährige Bernhardiner-Hündin "Tosia" sollte nur rasiert und gekämmt werden.
Die vierjährige Bernhardiner-Hündin "Tosia" sollte nur rasiert und gekämmt werden.  © Screenshot Facebook/Aleksandra Szymańska

Die Halter einer Bernhardiner-Hündin brachten ihren Liebling bereits am 7. Juni in einen Schönheitssalon für Hunde in Pyskowice. Die viereinhalb Jahre alte Tosia sollte nur etwas rasiert und gekämmt werden.

Doch dann kam es zur Tragödie!

"Nach einer halben Stunde bekamen wir einen Anruf, dass unser Hund nicht mehr lebt", schrieb Igor Szymański auf Facebook und präsentierte weitere Details:

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"Der Besitzer des Salons hat, wie er behauptet, den Hund auf dem Behandlungstisch allein lassen, er hat ihn mit einem Halsband an der Decke festgebunden und den Raum verlassen, um zur Toilette zu gehen."

Danach sei der 50 Kilo schwere Vierbeiner ausgerutscht. Mit der Leine, die um seinen Hals lag, erhängte er sich. Unter "qualvollem Leid starb" Tosia, Szymański weiter.

Seine Ehefrau, Aleksandra Szymańska, behauptete bei Facebook sogar: "Vergangene Woche haben sie unseren Hund (...) ermordet".

Salonbetreiber will nichts mitbekommen haben

In einem Interview mit der polnische regionale Tageszeitung "Dziennik Zachodni" sagte der Hundehalter, dass Tosia seiner Meinung nach nicht richtig gesichert war: Sie "hatte weder ein Geschirr noch einen anderen Schutz um, der eine solche Tragödie verhindern würde. Wenn so ein 50-Kilo-Hund vom Tisch fällt, muss es eine ziemliche Sauerei sein."

Dass der Salonbetreiber davon nichts mitbekommen habe und seinen Job fortsetzen könnte, "kann ich mir nicht vorstellen", sagte Szymański. "Wir hoffen, dass sich die Staatsanwaltschaft mit dem Fall befasst und er vor Gericht landet, damit dieser Mann kein anderes Tier mehr verletzt."

Das Nachrichtenportal "Polsat News" will inzwischen aus inoffiziellen Quellen erfahren haben, "dass es sich um kein Verbrechen, sondern um einen unglücklichen Unfall handelte". In so einer Situation wird der Fall nicht an die Staatsanwaltschaft verwiesen. Der Hundebesitzer hat aber das Recht, zivilrechtliche Schritte einzuleiten.

Die Polizei ermittelt.

Titelfoto: Screenshot Facebook/Aleksandra Szymańska (2)

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