Kleine Hunde in Kühlschrank gestopft, um sie als Geschenk zu verkaufen!

Köln - Verstörende Bilder mussten Tierärzte und Polizisten bei Einsätzen gegen Tierquäler ertragen: In Köln und Düsseldorf fanden sie mehrere junge Pudelschnauzer, französische Bulldoggen, Chihuahuas und Malteser.

Diese vier Malteser-Welpen mussten in einem offenen Kühlschrank ausharren.
Diese vier Malteser-Welpen mussten in einem offenen Kühlschrank ausharren.  © Polizei Köln

Vier verschreckte Malteser-Welpen steckten in einem Kühlschrank! Eine Frau hatte sie in Köln-Chorweiler so zusammengepfercht und wollte die kleinen Hunde vor Weihnachten illegal weiterverkaufen.

Doch potenzielle Käufer hatten der Polizei einen Tipp gegeben, berichtete ein Sprecher.

Am Donnerstagmorgen schlugen die Beamten mit der Hilfe von Tierärzten des Veterinäramtes zu.

Gegen vier Frauen (20, 22, 42, 66) laufen die Ermittlungen wegen illegalen Handels mit Hundewelpen. Bei Razzien in Köln und Düsseldorf konnten eingangs aufgelistete Tiere befreit werden.

Den traurigen Höhepunkt der Befreiungsaktion bildeten die in einem offenen Kühlschrank eingesperrten Malteser-Welpen.

Alle beschlagnahmten Hunde sollen zur Untersuchung und tiergerechten Versorgung zunächst in Kölner Tierheime gebracht werden. Zum Gesundheitszustand der aufgefunden Hunde machte die Polizei zunächst keine Angaben.

Der Kühlschrank diente als Unterkunft für die vier Hunde.
Der Kühlschrank diente als Unterkunft für die vier Hunde.  © Polizei Köln

Polizei warnt vor Tiergeschenken zu Weihnachten!

Weitere beschlagnahmte Hunde-Welpen.
Weitere beschlagnahmte Hunde-Welpen.  © Polizei Köln

Die Polizei Köln mahnt keine Tiere als Geschenk zu Weihnachten zu kaufen.

"Der Kauf von Welpen, deren Herkunft nicht nachvollziehbar ist und die im Internet oder auf Märkten, Parkplätzen oder anderen Orten angeboten werden, fördert den illegalen und vor allem nicht tiergerechten Handel."

Wenn die Aufzucht nicht besucht und kontrolliert werden kann, sind dies laut Tierschützer Anzeichen für eine artungerechte Aufzucht.

Der Appell der Polizei: "Bitte sehen Sie von solchen Käufen ab und erkundigen sich genau, bevor Sie sich einen Hund anschaffen." Hunde und Katzen aus Beschlagnahmungen kommen in der Regeln ins Tierheim und werden von hier erneut vermittelt.

Update, 17.01 Uhr: Kühlschrank diente als Versteck

In Köln habe eine der Frauen die vier Malteser-Welpen in einen Kühlschrank mit offener Tür gezwängt. "Sie hat sie dort versteckt, als wir kamen", sagte eine Polizeisprecherin. Die Kühlung sei nicht eingeschaltet gewesen.

Die Polizei war nach Hinweisen auf angeblich geimpfte und gechipte Junghunde in Online-Verkaufsportalen auf die verdächtigen Frauen gestoßen.

Ob sie die Tiere geschmuggelt haben, sie womöglich aus dem Ausland stammen, muss noch ermittelt werden.

Titelfoto: Polizei Köln

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