Wegen Corona: Immer mehr Hunde werden zu Familien-Mitgliedern! Das sind die Gründe

Brandenburg - Wau! Tierheime und Züchter verzeichnen seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie einen überdurchschnittlich hohen Hunde-Vermittlungsdurchschnitt. Das freut mit Sicherheit nicht nur die Tierheime, sondern auch die Hunde - und ganz klar: ebenso die neuen Herrchen!  

Tierheime und Züchter freuen sich, dass Hunde seit Corona immer öfter eine Familie finden.
Tierheime und Züchter freuen sich, dass Hunde seit Corona immer öfter eine Familie finden.  © privat

Normalerweise haben es Tierheim-Hunde nicht leicht, ein neues Zuhause zu finden. Nicht so in Zeiten der Corona-Krise. 

Auch Züchter müssen immer mehr Absagen erteilen: Der Nachwuchs reiche fast nicht aus in diesem Jahr... 

Das hat mehrere Gründe:

Zum einen sehen sich immer mehr Beschäftigte in der Lage, Hunde zu sich zu nehmen, denn: Home-Office sei Dank, haben sie nun zu Hause und im Kreis der Familie die Zeit, sich in der besonders wichtigen Eingewöhnungsphase rund ums neue Fellknäul zu kümmern. Sie hoffen, dass der Arbeitgeber auch nach der Corona-Krise öfter Home-Office gestattet.

Sogar Welpen, die eine besonders intensive Betreuung zu Beginn ihres Lebens brauchen, kommen in diesem Jahr gut in neuen Familien unter. 

Die ersten Monate sind "harte Arbeit" für beide Seiten. Schließlich müssen die Kleinen alles erlernen: sauber werden, dass sie keinen Stromkabel anknabbern, nicht bei jedem Geräusch anschlagen, an der Leine laufen - um nur einiges zu nennen. Das verlangt mehrere Monate intensive Betreuung...

Hunde können für viele ein hilfreicher Sicherheits-Fakt darstellen

Auch dieser Mischlingsrüde (8) ist aus einem Tierheim und fand ein tolles Zuhause.
Auch dieser Mischlingsrüde (8) ist aus einem Tierheim und fand ein tolles Zuhause.  © privat

Die "leere" Zeit während der Ausgangsbeschränkungen kann ein neuer Vierbeiner für viele durchaus füllen. Außerdem nimmt ein Hund nicht nur - er gibt auch viel zurück! 

Dessen wurden sich viele - auch depressive - Menschen nun bewusst. Und wenn man es so sehen will: Hunde sind auch ein "Fitness-Gerät" - sie zwingen den Besitzer rauszugehen und öfter längere Strecken zurückzulegen...

Zum anderen waren während des Lockdowns die Grenzen besonders zu osteuropäischen Ländern dicht; der Verkauf von Zuchthunden dadurch erschwert.

Des Weiteren haben Psychologen herausgefunden, dass ein Hund Sicherheit gibt - er nichts mit der "Bedrohung Corona" zu tun hat (abgesehen von sehr wenigen Fällen, in denen auch Hunde das Virus zumindest im Fell trugen, TAG24 berichtete).

Aber: Auch wenn der Andrang groß ist dieses Jahr, leichtfertig geben Tierheime oder Züchter ihre Hunde nicht heraus! Es gibt noch immer einen intensiven Check, ob der Hundefreund in spe wirklich geeignet ist!

Kurz zusammengefasst: Hunde sind momentan "angesagt" - aber vergesst nicht: Für Dich sind es zwischen 10 und 14 Jahre, die ein Hund bei Dir ist - für den Hund ist es ein ganzes Leben.

Diese und weitere Fakten zum Hund und Corona gibt's in der Deutschlandradio-Audiothek für die Ohren - >> hier geht's zu dem fünfminütigen kurzweiligen Beitrag ("Die neue Sehnsucht nach Nähe: Boom im Hundehandel"). 

Titelfoto: privat

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