Geschwächte und todkranke Welpen aus illegalem Handel gerettet

Hamburg - Tierschützer feiern einen großen Erfolg: Sie haben einen Welpenhändlerring in Hamburg zerschlagen. 

Tony wurde aus den Fängen eines illegalen Welpenhändlers befreit.
Tony wurde aus den Fängen eines illegalen Welpenhändlers befreit.  © Hamburger Tierschutzverein

Wie der Hamburger Tierschutzverein jetzt meldet, konnten bereits Ende Juni elf Mischlinge im Alter von erst sechs Wochen aus den Händen eines skrupellosen Verkäufers befreit werden.

Das geschah gerade noch rechtzeitig! Ihnen drohte der Tod, sind sich die Tierschützer sicher. 

Denn die jungen Hunde seien viel zu früh von der Mutter getrennt worden. Außerdem seien sie in katastrophalen hygienischen Zuständen gehalten worden. 

Den Tieren fehlte sowohl jedwede Impfung als auch tierärztliche Untersuchungen. 

Alle elf Welpen hatten starken Durchfall. Dementsprechend geschwächt und ausgezehrt waren ihre Körper. 

Außerdem litten drei Tiere an Parvovirose. Das ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die das Immunsystem schwächt und unbehandelt zum Tod führt. 

Deswegen musste die elf geretteten Welpen sofort tierärztlich behandelt werden. Einer von ihnen befindet sich seitdem in einer externen Klinik. 

Haltungsverbot gegen Händler ausgesprochen

Auch Sky gehört zu den geretteten Hunden.
Auch Sky gehört zu den geretteten Hunden.  © Hamburger Tierschutzverein

Der dubiose Welpenhändler, bei dem die elf jungen Hunde gefunden wurden, soll den zuständigen Behörden bereits seit drei Jahren bekannt sein. 

Seitdem fiel er wohl mehrfach auf. Aber erst seit dem 16. Juni dieses Jahres darf er keine Tiere mehr halten. Das Verbot soll der Mann aber missachtet haben. 

Das Tierheim Süderstraße hat bereits mehrfach Hunde aus seinen Fängen aufgenommen. Dazu gehören auch Tony und Sky. Die beiden fanden bereits ein neues Zuhause. Andere Welpen des Händlers erging es wohl viel schlimmer. Sieben sollen laut Angaben von Zeugen an Parvovirose gestorben sein. 

Der Hamburger Tierschutzverein macht darauf aufmerksam, dass der Welpenhandel in Corona-Zeiten zunimmt. Er bleibe trotz aller Einsätze der Behörden ein leichtes und lukratives Geschäft. "Mit schmerzhaften Strafen müssen die skrupellosen Händler nicht rechnen", schreiben die Tierschützer.

Der Handel gehe auf Kosten der wehrlosen Tierkinder, die oft krank und schlecht sozialisiert sind. Kranke Welpen sollen vor dem Verkauf nicht selten mit Drogen kurzzeitig fit gemacht werden, um dann nach wenigen Tagen erst ihre Krankheitssymptome zu offenbaren. 

Daher appelliert der Hamburger Tierschutzverein an alle Hamburger, keine Tiere online zu kaufen! In Tierheimen gebe es viele Junghunde, die auf Familien warten, und auch über Tierschutzvereine und -organisationen können Tiere adoptiert werden.

Titelfoto: Montage: Hamburger Tierschutzverein

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