Welpenhändler-Opfer im jämmerlichen Zustand aufgefunden! Wer kennt Karkos Geschwister?

Lübeck - Am 1. April machten Tierfreunde nachts mitten auf einer Straße in Lübeck einen schrecklichen Fund. Ein völlig verwahrloster Hundewelpe hilflos auf dem Asphalt! Jetzt sucht der Tierschutz Lübeck und Umgebung e.V. dringend nach Zeugen und weiteren Opfern.

Kennt Ihr Karkos Geschwister?
Kennt Ihr Karkos Geschwister?  © Tierschutz Lübeck und Umgebung e.V.

Karko, wie Tierschützer den "Lütten" tauften, sei gerade einmal fünf bis sechs Wochen alt, schrieb der Verein jetzt entsetzt in einem Facebook-Post. Er habe entzündete Augen und leide an Darmparasiten, die auch für Menschen ansteckend sind, heißt es weiter.

"Sein Fell war kotverschmiert und urindurchtränkt, der Welpe im Schockzustand." Er biss um sich. Schrie! Ein jämmerlicher Zustand.

Eigentlich müsste der junge Hund in dem Alter noch bei seiner Mutter sein, weshalb die Lübecker vermuten, dass Karko Opfer des illegalen Welpen-Handels wurde. Anzeige werde erstattet, Zeugen händeringend gesucht.

Mutter kuschelt mit Baby: Als sie sieht, was ihr Hund tut, bricht ihr das Herz
Hunde Mutter kuschelt mit Baby: Als sie sieht, was ihr Hund tut, bricht ihr das Herz

Menschen, die eventuell ein Geschwisterchen des Tieres (unwissentlich) von Welpenhändlern erworben haben, werden gebeten sich beim Tierschutz zu melden. Denn: "Ein Welpe kommt selten alleine - es muss Hinweise geben, jemand muss was mitbekommen haben!"

Gesucht wird nach Toypudeln, Maltesern, Bolonka, Maltipoo, Spitz- oder ähnlichen Welpen, die kürzlich in/um Lübeck, oder auch weiter weg, erworben wurden. Die möglicherweise krank sind, keinen deutschen Pass besitzen oder bei deren Kauf den neuen Haltern etwas "komisch" vorkam.

Angaben könnt Ihr - auch anonym - per Mail machen. "Helft uns diesen Fall aufzuklären, für Karko, für die Gerechtigkeit, gegen Tierleid und gegen den Handel mit Welpen!"

Die Resonanz auf den Fall ist, wie nicht anders zu erwarten, riesig. Etliche Menschen teilten den Beitrag fleißig und bekundeten ihr Mitleid. Auch wenn sich vermutlich viele von ihnen dem armen Welpen annehmen und helfen würden, bittet der Tierschutz dennoch von Vermittlungsanfragen abzusehen.

Tierschutz Lübeck und Umgebung e.V. auf Facebook

Karko ist kein trauriger Einzelfall

Viele kleine Hunde überleben ihre Rettung aus dem florierenden illegalen Welpenhandel nicht. Sie sind zu schwach, zu krank. Oft kommen die helfenden Tierschützer-Hände zu spät. Auch der Hamburger Tierschutzverein macht immer wieder auf die traurigen Fälle aufmerksam und appelliert an künftige Hundebesitzer:

"Kaufen Sie keine Welpen online! (...) Melden Sie jeden Verdacht auf Tierschutzverstöße bei uns oder der Polizei, damit den Welpen geholfen werden kann – ein Kauf aus Mitleid hilft nicht".

Titelfoto: Tierschutz Lübeck und Umgebung e.V.

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