Zwischen Müll und toten Tieren: Mann hält 25 Hunde und Katzen in dunklem Container

Anger (Österreich) - Offenbar war ein Mann in dem österreichischen Bundesland Steiermark mit der Pflege seiner Haustiere völlig überfordert.

Auf engstem Raum hielt ein Österreicher mehrere Hunde und Katzen. (Symbolbild)
Auf engstem Raum hielt ein Österreicher mehrere Hunde und Katzen. (Symbolbild)  © 123RF/fottograff

Gleich 25 verschiedene Tiere soll ein 40-jähriger Österreicher laut der örtlichen Polizei gehalten haben. Doch scheinbar kümmerte er sich zumindest nicht ausreichend genug um sie.

Zwei Katzen mit acht Jungtieren, neun Hunde sowie eine Hündin mit fünf Welpen fanden die Ermittler nämlich bereits am Mittwoch bei dem Mann in einem Wohncontainer, der etwa 30 Quadratmeter misst und mit Müll voll gestellt war.

Das ist aber nicht nur deutlich zu wenig Platz. Denn zwischen Müllbergen zu leben ist für die auslaufbedürftigen Tiere keine geeignete Lebensform. 

Durch Rollläden soll der Mann zudem auch das Tageslicht in dem Container auf ein Minimum reduziert haben.

Ein Stück weiter fanden die Beamten der Polizei und ein ebenfalls im Einsatz befindlicher Amtstierarzt auf dem Grundstück einen Geräteschuppen, aus dem "starker Verwesungsgeruch" drang. 

Daraufhin schauten die Einsatzkräfte in dem Schuppen genauer nach und fanden darin unter verschiedenem Müll "zwei stark verweste Hundekadaver", wie sie mitteilten.

Hinweis auf Tierquälerei kam aus der Bevölkerung

Ein zur Wohnung umgebauter Übersee-Container. In solch einem hielten sich 25 Tiere zwischen Müllbergen auf. (Illustration)
Ein zur Wohnung umgebauter Übersee-Container. In solch einem hielten sich 25 Tiere zwischen Müllbergen auf. (Illustration)  © 123RF/tussik13

Der Einsatz bei dem 40-Jährigen wurde indes nur durch Tipps aus der Nachbarschaft veranlasst.

Wie die Beamten mitteilten, bekamen sie zwischen Dezember und Juni mehrere Hinweise, wonach auf dem Grundstück "extremer Gestank vorliegen soll" und "ständiges Hundegebell wahrnehmbar wäre".

In dieser Woche reagierte die Polizei schließlich darauf und durchsuchte das Anwesen des offenbar überforderten Hunde- und Katzenhalters.

Die Abnahme aller Tiere wurde sofort vom Amtstierarzt angeordnet. Alle Vierbeiner kommen nun in andere Haushalte und Tierheime. 

Der Mann äußerte sich bislang nicht zu den Geschehnissen. Er erhält eine Anzeige wegen des Verdachts auf Tierquälerei.

Titelfoto: 123RF/fottograff

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