Hungertod durch Lockdown? Tauben dürfen ausnahmsweise gefüttert werden

Nürnberg - Unter den geschlossenen Geschäften und Lokalen leiden auch die Stadttauben. Sie finden weniger Essensreste zum Aufpicken. Tierschützer fürchten deshalb nun ihren qualvollen Hungertod.

Claudia Schneider, Ehrenamtliches Mitglied des Tierschutzvereins für Stadttauben und Wildtiere, füttert in Nürnberg Tauben.
Claudia Schneider, Ehrenamtliches Mitglied des Tierschutzvereins für Stadttauben und Wildtiere, füttert in Nürnberg Tauben.  © Daniel Karmann/dpa

Der Deutsche Tierschutzbund fordert von den Kommunen, während des Lockdowns in Zeiten der Coronavirus-Pandemie kontrollierte Notfütterungen mit artgerechtem Körnerfutter zu erlauben.

So dürfen in Nürnberg die Ehrenamtlichen vom Tierschutzverein für Stadttauben und Wildtiere die Vögel täglich an sechs Plätzen mit Körnerfutter versorgen. Die Stadt hat ihnen dafür eine Ausnahmegenehmigung vom allgemeinen Fütterungsverbot erteilt. Für alle anderen bleibt es jedoch verboten, Stadttauben zu füttern.

Auch in Köln, Kiel und Braunschweig gibt es solche entsprechenden Regelungen bereits.

Familie im Urlaub von Kuh attackiert: Mutter (37) und Sohn (8) verletzt!
Tiere Familie im Urlaub von Kuh attackiert: Mutter (37) und Sohn (8) verletzt!

Diese und einige andere Städte gingen mit positivem Beispiel voran, sagt Lea Schmitz vom Deutschen Tierschutzbund. "Die meisten halten aber am Fütterungsverbot fest", erklärte sie.

Darunter beispielsweise Hamburg und München.

Im Winter seien die Biergärten und Straßencafés immer geschlossen, sodass die Tauben weniger Essensreste finden würden, heißt es von der Stadt München. "Eine besondere Notlage ist daher nicht ersichtlich."

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

Mehr zum Thema Tiere: