Vogelgrippe? Tausend tote Nonnengänse am Strand entdeckt!

Husum - In der Gemeinde Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog im Kreis Nordfriesland sind geschätzt etwa 1000 verendete Wildvögel entdeckt worden.

Nonnengänse grasen auf einem Feld in Schleswig-Holstein. (Symbolfoto)
Nonnengänse grasen auf einem Feld in Schleswig-Holstein. (Symbolfoto)  © Wolfgang Runge/dpa

Angesichts der Vielzahl der Tiere sei es naheliegend, dass viele dieser Tiere Opfer der Geflügelpest (Vogelgrippe) geworden seien, sagte ein Sprecher des Umwelt- und Landwirtschaftsministeriums am Mittwoch in Kiel. Es stünden aber die Laborergebnisse noch aus. 

Der Bürgermeister der Gemeinde Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog, Christian Nissen, sagte der Deutschen Presse-Agentur, nach einem Hochwasser lägen seit Montag am Strand hinterm Deich geschätzt rund 1000 tote Vögel, überwiegend Nonnengänse, aufgereiht wie an der Perlenschnur.

Es handle sich um einen sechs Kilometer langen Abschnitt nahe der deutsch-dänischen Grenze. Die Gemeinde Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog liegt in der Nähe des Hindenburgdamms, der das Festland mit Sylt verbindet. 

Inzwischen hätten Mitarbeiter des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein in Plastiksäcken einen Teil der toten Vögel eingesammelt. Zuvor hatten die "Husumer Nachrichten" berichtet.

Offiziell sind bisher in diesem Herbst in Schleswig-Holstein insgesamt zwölf Fälle von Geflügelpest in den Kreisen Nordfriesland und Dithmarschen nachgewiesen worden - bisher ausschließlich bei Wildvögeln. 

Auch in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und den Niederlanden wurden Fälle der Vogelgrippe nachgewiesen (TAG24 berichtete).

Titelfoto: Wolfgang Runge/dpa

Mehr zum Thema Tiere:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0