Jugendliche wollen Krabbe helfen: "Rettungsaktion" hat aber einen Haken

Southend-On-Sea (England) - Sie wollten ihr offenbar das Leben retten und ahnten nicht, was sie ihr wirklich damit antaten: Eine Gruppe junger Leute hatte eine Krabbe gekauft, um sie anschließend wieder in die Freiheit zu entlassen.

Die Krabbe wurde im Zug von London nach Southend-On-Sea transportiert - ohne Wasser!
Die Krabbe wurde im Zug von London nach Southend-On-Sea transportiert - ohne Wasser!  © Screenshot/Facebook/Man Behaving Dadly

Ein Bild, das am Donnerstag in der Facebook-Gruppe "Man Behaving Dadly" gepostet wurde, sorgte bei vielen Usern für Unmut. Darauf zu sehen ist eine Krabbe, die Zug fährt. Was auf den ersten Blick kurios wirkt, hat jedoch einen ernsten Hintergrund.

Wie es in dem Beitrag heißt, hatte eine Gruppe von Teenagern das Tier offenbar zuvor bei einem Fischhändler auf einem Markt in London gekauft, um es wieder zurück ins Meer zu bringen.

Doch eines wurde bei der vermeintlichen Rettungsaktion nicht bedacht: Der Transport der Krabbe, die den Namen "Hope" erhielt. "Alle paar Minuten mussten sie sie auf die Toilette bringen , damit sie nass bleibt", heißt es weiter.

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Doch für die sogenannten Kurzschwanzkrebse, die im Salzwasser leben, ist Leitungswasser eher ungeeignet. Ob die Tour in die Freiheit angenehm war, wagen viele Facebook- und auch Reddit-User zu bezweifeln.

Krabben-Rettungsaktion sorgt für gespaltene Meinungen im Netz

Krabbe "Hope" hat es offenbar wohlbehalten ins Meer geschafft

Krabbe "Hope" wird hoffentlich im Meer überleben.
Krabbe "Hope" wird hoffentlich im Meer überleben.  © Screenshot/Facebook/Man Behaving Dadly

Manche bezeichneten die Aktion sogar als "dumm". Einer vermutete: "Die Krabbe wird die Reise höchstwahrscheinlich überleben. Leider werden ihre Scheren wohl eingekerbt sein. Das Überleben in freier Wildbahn wird ziemlich schwierig sein. Tut mir leid, dass ich solche schlechten Nachrichten überbringen muss."

Ein anderer weiß: "Auch wenn es nett gemeint ist, kann so etwas leider der Umwelt ernsthaften Schaden zufügen, da sie möglicherweise eine invasive Art in die freie Wildbahn entlassen."

Wenige Stunden nach der "Rettungsmission" hieß es, dass es "Hope" offensichtlich wohlbehalten nach Southend-On-Sea ans Meer geschafft habe. Auch mit seinen Scheren sei alles in Ordnung gewesen.

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Ob das Krustentier überleben wird? Es wäre ihm zu wünschen.

Titelfoto: Screenshot/Facebook/Man Behaving Dadly

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