12 Katzen leben in Garten, doch Lage droht zu eskalieren: Jetzt muss das Tierheim eingreifen

Bergheim/Bedburg – Tierisches Chaos: In einem Garten in Bedburg (Rhein-Erft-Kreis) haben zwölf Katzen gelebt. Weil die Lage nun aber zu eskalieren drohte, wurden die Samtpfoten dem Tierheim Bergheim übergeben.

Die kleinen Kätzchen sind aus einem Garten in Bedburg eingesammelt und ins Tierheim Bergheim gebracht worden.
Die kleinen Kätzchen sind aus einem Garten in Bedburg eingesammelt und ins Tierheim Bergheim gebracht worden.  © Facebook/Tierheim Bergheim

Viele von ihnen sind noch ganz klein und schauen ängstlich durch die Gitterstäbe ihres Käfigs. Die Kätzchen können offenbar noch gar nicht realisieren, wo sie sich befinden.

"Sage und schreibe zwölf Katzen auf einen Streich" hat das Tierheim bei sich aufgenommen, wie die Pfleger auf Social Media mitteilen. Um für die Stubentiger genügend Platz zu schaffen, musste sogar spontan die Krankenstation umgebaut werden.

In einem Instagram-Video ist zu sehen, wie sich die Katzen zwischen Kratzbäumen und Futternäpfen zögerlich mit ihrer neuen Umgebung vertraut machen.

Katze ist seit zehn Jahren verschwunden: Was dann passiert, haut ihre Besitzer total um
Katzen Katze ist seit zehn Jahren verschwunden: Was dann passiert, haut ihre Besitzer total um

"Die Tiere sind alle recht scheu, was den Umgang mit ihnen nicht so einfach macht", berichten die Pfleger. Demnach stammen die "kleinen, großen und halbstarken" Miezen aus einem Garten und wurden dort vom Besitzer gefüttert.

Offenbar haben sie sich dort sehr wohlgefühlt - daraus ist jedoch langsam aber sicher ein großes Problem geworden.

Das Tierheim Bergheim informiert bei Instagram und Facebook über die 12 Katzen

Die Kätzchen gucken neugierig durch die Gitterstäbe ihrer Transportboxen. (Fotomontage)
Die Kätzchen gucken neugierig durch die Gitterstäbe ihrer Transportboxen. (Fotomontage)  © Montage: Facebook/Tierheim Bergheim

Tierheim Bergheim: "Katzen, Kaninchen und Wildtiere stapeln sich bis unter die Decke"

Die Katzen müssen sich noch mit ihrer neuen Umgebung vertraut machen. Beim Anblick von Tierheim-Hund Lupo gehen die Samtpfoten in Alarmstellung. (Fotomontage)
Die Katzen müssen sich noch mit ihrer neuen Umgebung vertraut machen. Beim Anblick von Tierheim-Hund Lupo gehen die Samtpfoten in Alarmstellung. (Fotomontage)  © Instagram/Screenshot/Tierheim Bergheim

Die Katzen haben sich "munter vermehrt", wie das Tierheim schreibt. Es bestand also dringender Handlungsbedarf, "denn sonst wären es demnächst 50 oder 100 gewesen".

Eigentlich ein Problem, das vorhersehbar war. Dennoch musste nun alles ganz schnell gehen und die Katzen "spontan dort weg".

Was der Grund für die übereilte Abgabe ist, verrät das Tierheim nicht. Die Rede ist von einem "Notfall größeren Umfangs".

Zahlreiche Menschen wollen kleine Katze retten: Doch die will sich nicht helfen lassen
Katzen Zahlreiche Menschen wollen kleine Katze retten: Doch die will sich nicht helfen lassen

Eine Tierretterin habe alle zwölf Katzen "in mühevoller Arbeit eingefangen". Die Pfleger stellt die "Hau-Ruck-Aktion" jetzt jedoch vor eine echte Herausforderung.

"Bei uns ist gerade echt Land unter, Katzen, Kaninchen und Wildtiere stapeln sich bis unter die Decke", so die Tierheim-Verantwortlichen. "Hoffentlich wird jetzt keiner krank! Also weder eine Kollegin oder ein Kollege - noch eine der Katzen."

Die Pfleger sehen in diesem Fall auch die Behörden in der Verantwortung: "Wie war das nochmal mit der Katzenschutzverordnung im Rhein-Erft-Kreis? Wir merken davon irgendwie so gar nichts - ganz im Gegenteil."

Auch die Facebook-Nutzer sind vom Schicksal der kleinen Samtpfoten ergriffen. Eine Userin bietet sogar ihre Hilfe bei der Betreuung an. "Ganz, ganz viel Glück für diese süßen Tiere", schreibt eine andere.

Titelfoto: Montage: Facebook/Tierheim Bergheim

Mehr zum Thema Katzen: