Bewaffneter Tierheim-Überfall: Mann vermisst seine Katze!

Melbourne - Die Sehnsucht war einfach zu groß! In der australischen Millionenstadt Melbourne hat ein Mann einen bewaffneten Tierheim-Überfall begangen.

In Melbourne vermisste ein Mann seine Katze so sehr, dass er nicht abwarten wollte, um sie wiederzusehen. (Symbolbild)
In Melbourne vermisste ein Mann seine Katze so sehr, dass er nicht abwarten wollte, um sie wiederzusehen. (Symbolbild)  © 123rf.com/vphotostock

Laut BBC News rief Tony Wittman (44) am Montag wegen seiner vermissten Katze im Tierheim an. Dort wurde er jedoch darauf hingewiesen, dass er sie erst am nächsten Morgen abholen könne.

So lange wollte Wittman aber nicht warten! Er fuhr zu der Tierunterkunft und betrat sie in Tarnausrüstung - und mit einem Sturmgewehr, das er auf eine Mitarbeiterin richtete, um von ihr Informationen darüber zu bekommen, wo denn sein Stubentiger steckte.

Angeblich sagte der 44-Jährige der Frau, dass er sie nicht erschießen würde, wenn sie tue, was er sage, und ihr zuhöre. Dann fesselte er sie und durchsuchte das Tierheim nach seinem Kätzchen.

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Bevor er ging, forderte er die Mitarbeiterin auf, bis hundert zu zählen, dann erst dürfe sie die Polizei anrufen. Anschließend verließ er das Tierheim und vergrub seine Kleidung und die Waffe in der Nähe seines Hauses.

Lokale Medien berichten, dass während des Überfalls keine Tiere mitgenommen oder verletzt wurden.

Das Tier hilft ihm, sein Trauma zu überwinden

Am Dienstag kehrte Wittman ins Tierheim zurück und holte seine Katze ab. Er wurde noch am selben Tag verhaftet und gestand die Tat.

Am Mittwoch äußerte er vor Gericht, dass er nach seinem Dienst beim Militär eine posttraumatische Belastungsstörung habe und "manchmal handle, ohne die Konsequenzen zu berücksichtigen".

Er fügte hinzu, dass er seine Katze liebe und sie helfe ihm dabei, sein Trauma besser in den Griff zu bekommen. Ihm wurde die Kaution verweigert, Prozessbeginn ist im April.

Die Polizei erklärte, das Opfer und seine Kollegen seien seit dem Vorfall traumatisiert. Dabei hätte der Beschuldigte "möglicherweise nur zehn Stunden lang warten müssen", um seinen Liebling wieder bei sich zu haben, sagte Jo MacDonald von der Polizei Melbourne.

Titelfoto: 123rf.com/vphotostock

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