Dem Umweltministerium ein Dorn im Auge: Land will gegen Streunerkatzen vorgehen

Magdeburg - Sachsen-Anhalt dringt auf die Kastration von freilaufenden Katzen. Insbesondere die Tausenden Streunerkatzen zwischen der Altmark und dem Harz sind dem Umweltministerium ein Dorn im Auge.

Mit 100.000 Euro: Die Kastration von streunenden Katzen wird auch in diesem Jahr von der Landesregierung in Sachsen-Anhalt unterstützt.
Mit 100.000 Euro: Die Kastration von streunenden Katzen wird auch in diesem Jahr von der Landesregierung in Sachsen-Anhalt unterstützt.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Die Kastration von streunenden Katzen wird auch in diesem Jahr von der Landesregierung in Sachsen-Anhalt unterstützt. Insgesamt würden 100.000 Euro für das Kastrieren besitzloser freilebender Katzen vom Land freigegeben, erklärte eine Sprecherin des Umweltministeriums.

Mit dem Eingriff sollen deren unkontrollierte Vermehrung und ein Anwachsen dieser problembehafteten Katzenpopulation verhindert werden.

Zwischen Februar und April 2021 seien bereits 837 Katzen im Land von Tierschutzvereinen unfruchtbar gemacht worden. Seit Beginn des Kastrationsprogrammes im September 2020 sind somit nach Angaben des Umweltministeriums bereits rund 1600 freilaufende Katzen kastriert worden.

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"Wenn sich unkastrierte Katzen von Besitzern mit Streunerkatzen paaren, werden meist neue Streunerkatzen geboren", sagte der Tierschutzbeauftragte des Landes, Marco König.

Damit werde die Fortpflanzungsspirale der Population am Laufen gehalten. Deshalb sollten alle Freigängerkatzen unbedingt kastriert sein, so König.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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