Seniorkatze daheim? Hier gibt's sechs Tipps zum richtigen Umgang mit alten Katzen

Deutschland - Werden Katzen älter, stellen sie andere Herausforderungen an ihre Halter, als noch in jungen Jahren. Erfahre hier, was Du tun kannst, um Deiner Seniorkatze einen schönen Lebensabend zu gestalten. 

Wie alt können Katzen werden?

Hauskatzen können ein durchschnittliches Alter von 15 Jahren erreichen.
Hauskatzen können ein durchschnittliches Alter von 15 Jahren erreichen.  © Unsplash/Andrea Caramello

Hauskatzen erreichen hierzulande ein durchschnittliches Alter von 15 Jahren. Natürlich gibt es auch deutlich ältere Katzen, ganz zu Schweigen von der ältesten Katze der Welt, die stolze 38 Jahre alt wurde.

Ab ca. 10 Jahren fangen bei Katzen, je nach gesundheitlichem Zustand, die altersbedingten Verhaltensänderungen an. 

Allerdings ist das nur ein grobes Richtmaß. Schließlich spielen ähnlich wie bei Menschen auch bei Katzen genetische Faktoren, Ernährung, Bewegung oder auch Vorerkrankungen eine wichtige Rolle für die Gesundheit der Katze im Alter.

Ob fit wie ein Turnschuh oder einem gemütlichen Sesselfläzer ähnlich: Hast Du eine Katze, die bereits zwölf Jahre oder älter ist, hast Du es grundsätzlich mit einem kleinen Senior zu tun. 

Damit es dem Fellknäuel auch im hohen Alter noch äußerst gut geht, hat TAG24 für Dich 6 Tipps zum richtigen Umgang mit alten Katzen zusammengestellt.

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1. Tipp: Lass es ruhig angehen

Gerade noch gespielt und schon hundemüde? Bei älteren Katzen ist das keine Seltenheit.
Gerade noch gespielt und schon hundemüde? Bei älteren Katzen ist das keine Seltenheit.  © Unsplash/Manja Vitolic

Ist Deine Katze bereits ein Oldie, solltest Du nachsichtig mit ihr sein und ihr Bedürfnis nach Ruhe ernst nehmen.

Lärm und Halligalli mögen jungen Katzen nichts ausmachen. Einer älteren Katze wird jedoch schnell alles zu viel.

Bekommst Du Besuch oder gibt es kleinere Kinder im Haushalt, sollte es für den rüstigen Stubentiger jederzeit die Möglichkeit geben, sich zurückzuziehen. 

Auch wenn Deine Katze länger braucht als sonst, um von A nach B zu kommen, oder sie nicht sofort da ist, wenn Du sie rufst, solltest Du geduldig und rücksichtsvoll bleiben. 

2. Tipp: Die richtige Beschäftigung für alte Katzen

Auch im hohen Alter gibt es für Katzen im Garten noch viel zu entdecken.
Auch im hohen Alter gibt es für Katzen im Garten noch viel zu entdecken.  © Unsplash/Craig McLachlan

Das Laufen und Springen wird auch für Katzen im Alter nicht leichter. Tue also Deinem Oldie den Gefallen und sorge dafür, dass er seine Lieblingsplätze nach wie vor gut erreichen kann. 

Stelle eine Katzentreppe vor das bevorzugte Fensterbrett oder platziere einen kleinen Hocker als Aufstiegshilfe vor dem Lieblingssessel. Deine Mieze wird es zu schätzen wissen. Denn der Blick aus dem Fenster oder auf das Geschehen im Raum ist für viele Katzen bis ins hohe Alter eine der liebsten Alltagsbeschäftigungen. 

Ist Deine Seniorkatze ein Freigänger, solltest Du ihr diese Freiheit im Alter nicht verwehren. 

Gewiss möchte sie nach wie vor ihr Revier erkunden oder sich einfach die Sonne auf den Pelz scheinen lassen. Natürlich sollte Deine Fellnase jederzeit die Möglichkeit haben, in ihr sicheres Zuhause zurückzukehren. Eine Katzenklappe kann hierbei hilfreich sein. 

Kleine Spiele halten den Geist frisch

Wenn Deine Katze dafür empfänglich ist, kannst Du sie hin und wieder auch mit kleinen Denkaufgaben oder Spieleinheiten auf Trab halten. Spiel mit ihr und ihrem Lieblingsspielzeug, lass sie in altem Zeitungspapier wühlen oder denk Dir kleine Denksportaufgaben aus, etwa indem Du rund um den Kratzbaum Leckerlis versteckst.

Probiere ein bisschen was aus, um herauszufinden, womit sich Deine Katze noch gerne beschäftigt.

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3. Tipp: Keine Kitten für Katzensenioren

Baby-Katzen sind ja soo niedlich - für Seniorkatzen aber auch echte Nervensägen.
Baby-Katzen sind ja soo niedlich - für Seniorkatzen aber auch echte Nervensägen.  © Unsplash/Roxanne Desgagnés

Sicher ist es nur gut gemeint, doch sollte man alte Katzen nicht mit neuen, jungen Artgenossen überfordern. 

Kitten und junge Katzen sind naturgemäß sehr lebhaft und haben einen enormen Jagd- und Spieltrieb.

Gerade dieser ist es aber, der die gesetzten Senioren schnell auf die Palme bringt. 

Ältere Katzen schlafen mehr als in jungen Jahren und haben ein höheres Kuschel- und Schmusebedürfnis.

Erspare es daher Deiner älteren Katze, einen dynamischen Jungspund in die Familie zu holen oder sorge zumindest dafür, dass sich beide gut aus dem Weg gehen können. 

4. Tipp: Passe das Futter an ältere Katzen an

Ältere Katzen schmecken und riechen nicht mehr so gut.
Ältere Katzen schmecken und riechen nicht mehr so gut.  © Unsplash/Laura Chouette

Mit den Jahren wird bei Katzen - ebenso wie bei uns Menschen - der Geruchs- und Geschmackssinn schwächer. 

Das hat zur Folge, dass auch das sonst so geliebte Katzenfutter mit der Zeit fad schmeckt. 

Nicht selten wirken Seniorkatzen daher etwas mäkelig, wenn sie ihre Futterportion nur noch widerwillig anrühren. Denn warum sollte man etwas Fressen, was kaum nach etwas schmeckt?

Ein Trick ist es, etwas erwärmte, ungesalzene Brühe über das Futter zu geben, um dem Ganzen etwas mehr Aroma zu verleihen. 

Darüber hinaus sollten Katzen im Alter spezielles Seniorfutter erhalten. 

Dieses ist angereichert mit hochwertigen Proteinen und Vitaminen und entlastet die Nieren. Der Handel bietet bereits entsprechendes Seniorfutter für Katzen ab sieben Jahren an. Spätestens ab dem 10. Lebensjahr lohnt es sich, auf das altersgerechte Futter umzusteigen. 

5. Tipp: Akzeptiere, dass ältere Katzen bedürftiger werden

Seniorkatzen werden im Alter nicht nur gemütlicher, sondern auch hilfsbedürftiger.
Seniorkatzen werden im Alter nicht nur gemütlicher, sondern auch hilfsbedürftiger.  © Unsplash/Jacalyn Beales

Nicht nur der Geschmacks- und Geruchssinn leidet bei älteren Katzen. Auch ist es dem Zahn der Zeit geschuldet, dass die Miezen mit den Jahren immer hilfsbedürftiger werden.

Selbst Katzen können senil werden und unter Formen der Demenz leiden. So kommt es schon mal vor, dass Dein Stubentiger in der Wohnung die Orientierung verliert, nicht weiß, wo er Futter oder gar das Katzenklo findet.

Sei in diesen Fällen nachsichtig und mach Dir klar, dass Deine Katze Dir nicht zur Last fallen will, sondern einfach nur gerade nicht anders kann. 

Auch solltest Du mitfühlend reagieren, wenn Dein Fellknäuel aus Dir unerfindlichen Gründen viel miaut oder sich garstig verhält. Vielleicht hat sie gerade Schmerzen beim Gehen oder möchte sich schlichtweg versichern, dass Du Dich gerade in ihrer Nähe aufhältst. 

6. Tipp: Biete Deiner Seniorkatze Beständigkeit und Routinen

Veränderungen können nicht nur für ältere Katzen ganz schön lästig sein.
Veränderungen können nicht nur für ältere Katzen ganz schön lästig sein.  © Unsplash/Eric Han

Ebenso wie ältere Menschen halten auch Katzen im hohen Alter nicht mehr viel von großen Veränderungen. 

Sie mögen ihre täglichen Routinen und das Wissen darum, wo sich alles in der Wohnung befindet. 

Gehe daher Deiner Katze gegenüber sensibel mit Veränderungen um. Etwa wenn Du planst, die Wohnung komplett neu einzurichten, sich Nachwuchs ankündigt oder ein Umzug bevorsteht. 

Gib Deiner Mieze zu jeder Zeit die Möglichkeit, sich ungestört an ihren Lieblingsplatz zurückzuziehen. 

Damit sich Deine Fellnase auch nachts weiterhin gut zurechtfindet, kann ihr ein Nachtlicht bei der Orientierung helfen. 

Titelfoto: Unsplash/Andrea Caramello

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