Eiskalt über Zaun geworfen! Vier durchgefrorene Katzenbabys vor Tierheim gefunden

Haldensleben - Wie kann man nur so herzlos sein? Vier zuckersüße Katzenbabys wurden am vergangenen Wochenende im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt einfach so über den Zaun eines Tierheims geworfen – und das bei der Kälte.

Die vier Kätzchen wärmen sich gegenseitig ...
Die vier Kätzchen wärmen sich gegenseitig ...  © Matthias Strauß

Ängstlich sitzt das kuschlige Quartett in einer Ecke, ein Kätzchen niedlicher als das andere, und trotzdem wollte sie irgendjemand offenbar nicht mehr haben – und hat sich ihrer am Freitagabend einfach so entledigt.

Am Samstagmorgen war die Überraschung im Tierheim im Haldenslebener Ortsteil Satuelle dementsprechend groß, so Kathrin Behrends, Leiterin der Einrichtung. Beim Füttern ihrer Tiere habe sie einen Blick aus dem Fenster geworfen und da saßen die vier Fellnasen und zitterten vor Kälte.

Und auf einmal ergab alles Sinn! Denn schon vorher hatte sie die Aufnahmen der Überwachungskamera gesichtet und darauf Gruseliges entdeckt.

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Darauf war laut Kathrin Behrends zu sehen, wie am Freitagabend ein Auto vor dem Tierheim gehalten hatte und ein Mann ausgestiegen war, der aber niemanden mehr antreffen konnte und daraufhin das Gelände erkundete. Dann habe er eine Box aus dem Auto geholt, sei damit einen Gang entlanggelaufen und kurz darauf zurückgekommen und weggefahren.

Und am nächsten Morgen fand sie die vier pitschnassen und durchgefrorenen Kätzchen auf ihrem Hof, die vermutlich einfach über den Zaun geworfen worden waren. "Dann wusste ich auch, was hat dieser Mann hier gemacht", erzählte die schockierte Frau.

Die Miezen, die schätzungsweise etwa sieben Wochen alt sind, haben große Angst gehabt und sich versteckt. Doch nachdem das Einfangen geglückt war, "haben wir sie erstmal mit reingenommen, auf Wärmflaschen gesetzt und nun erholen sie sich langsam wieder".

... nachdem man sie am Samstag auf dem Gelände eines Tierheims gefunden hatte, durchgefroren und pitschnass. Vermutlich sind sie einfach über einen Zaun geworfen worden.
... nachdem man sie am Samstag auf dem Gelände eines Tierheims gefunden hatte, durchgefroren und pitschnass. Vermutlich sind sie einfach über einen Zaun geworfen worden.  © Matthias Strauß

Wenn sich die Täter nicht von allein melden, wird die Polizei eingeschaltet

Da kann man schon auch mal fauchen, wenn man zuvor so behandelt wurde ...
Da kann man schon auch mal fauchen, wenn man zuvor so behandelt wurde ...  © Matthias Strauß

Doch wie geht es jetzt weiter? "Eigentlich hoffen wir ein bisschen, dass die Leute zur Vernunft kommen und noch mal das Gespräch mit uns suchen", so die Tierheimleiterin. Eigentlich sei ein solches Verhalten aber nicht zu entschuldigen.

Wenn allerdings nichts in dieser Richtung geschehe, wolle man die Sache bei der Polizei zur Anzeige bringen, "in der Hoffnung, dass solche Leute einfach auch mal bestraft werden".

Das fordern auch die Facebook-User. "Gar nicht erst warten, sofort zur Anzeige bringen. Wer weiß zu was die Person noch fähig ist", schreibt eine Nutzerin, "Tierhaltungsverbot und volle Kostenübernahme. Katzenmama gleich einziehen und kastrieren, alles andere hilft eh nichts" eine andere.

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Auch Kathrin Behrends appelliert an alle, sich zu melden, wenn man Probleme hat, egal um welches Tier es geht: "Wir sind wirklich immer da und wir wollen immer gerne helfen, gerade auch um den Tieren Gutes zu tun und sowas natürlich zu ersparen."

Titelfoto: Bildmontage / Matthias Strauß

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