Frau stirbt, nachdem sie von Katze abgeleckt wird

Melbourne - Einmal lecken, dann kam der Tod. Eine 80-Jährige verstarb an einer Infektion, die sie durch ihr geliebtes Haustier erhalten hatte.

Schleck und weg! Ausnahmsweise sind die niedlichen Fellbeiner mal keine Lebensretter.
Schleck und weg! Ausnahmsweise sind die niedlichen Fellbeiner mal keine Lebensretter.  © 123RF/suyujung

Die ältere Dame wurde in ihrem Haus in Melbourne gefunden, während ihre Katze neben ihr zusammengerollt lag. Wie die britische Webseite "The Sun" berichtet, wird vermutet, dass die Frau durch ihre Katze Minty bakterielle Meningitis erhielt.

Der Vierbeiner hatte anscheinend in der Nacht eine Wunde ihrer Besitzerin abgeleckt. 

Die Australierin wurde daraufhin in ein Krankenhaus gebracht, in welchem sie neun Tage lang im Koma lag. Sie erwachte zwar kurz, verstarb aber einen Tag nachdem die lebenserhaltenden Maßnahmen beendet worden waren.

Die Familie der Angehörigen hat beschlossen, anonym zu bleiben. Jedoch möchte sie andere Menschen vor der nicht zu unterschätzenden Gefahr warnen.

Bakterielle Meningitis ist seltener, aber tödlicher als virale Meningitis und kann Opfer innerhalb weniger Stunden töten.

Die Ärzte in Melbourne berichten derzeit von rund einem Patienten pro Woche mit ernsthaften Infektionen, die meist durch den Speichel von Katzen verursacht werden.

Lindsay Grayson, Direktor für Infektionskrankheiten am Melbourner Austin-Krankenhaus, ruft dazu auf, das Risiko von Katzenkratzern ernst zu nehmen."Es ist eine große Sache und sie erweist sich jetzt mehr und mehr als unerkannte Ursache einer Herzklappeninfektion, die offensichtlich tödlich ist, wenn sie unbehandelt bleibt", sagte er.

Ein Bakterium namens Pasteurella ist ein normaler Bestandteil des Mund- und Atmungssystems von Katzen. Es ist bekannt, dass es beim Menschen Meningitis verursacht.

Etwa die Hälfte aller Katzen trägt zudem auch ein Bakterium namens Bartonella in sich, das die Katzenkratzkrankheit bei Menschen verursachen kann. Meistens treten allerdings nur leichte Symptome auf, die mit einer allergischen Reaktion verwechselt werden können, wie rote Knötchen auf der Haut.

Titelfoto: 123RF/suyujung

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