Horror-Szenen: Verängstigte Katze in Falle angeschossen, qualvoller Todeskampf

Augsburg - Wie grausam können Menschen nur sein? Der bayerische Jägerverband hat nach dem Auftauchen von Videomaterial, auf dem das brutale Erschießen einer Katze zu sehen sein soll, eine Prüfung des Vorfalles angeordnet.

Wehrlos, verängstigt - und brutal getötet: Das Schicksal dieser Katze sorgt nicht nur im Netz für Aufsehen.
Wehrlos, verängstigt - und brutal getötet: Das Schicksal dieser Katze sorgt nicht nur im Netz für Aufsehen.  © Montage: 123RF/Siarhei Hreski, Screenshot/SOKO Tierschutz

"Die Grundlage für unsere Jagd ist die Achtung vor der Schöpfung", sagte der zuständige bayerische Jägerpräsident Ernst Weidenbusch. "Das, was in den Videos über die Tötung der Hauskatze zu sehen ist, ist nicht tierschutzkonform, nicht waidgerecht und deshalb für uns nicht hinnehmbar", betonte er.

Die Tierschutzorganisation Soko Tierschutz hatte den Vorwurf veröffentlicht, eine Jägerin habe sich im Dezember in der Nähe von Augsburg einer in einer Lebendfalle gefangenen Hauskatze genähert und diese mit mehreren Kopfschüssen aus einer Pistole getötet. In einer entsprechend grausamen Videoaufnahme des erschreckenden Vorfalls, die in diesem Artikel bewusst weder gezeigt noch verlinkt wird, schien das Tier zu leiden, nachdem die ersten Schüsse nicht tödlich gewesen zu sein schienen.

"Dieser Jägerin gehören sofort Waffe und Jagdschein weggenommen", forderte Soko-Tierschutz-Sprecher Friedrich Mülln.

Die Tierschützer hätten Anzeige erstattet. Das Schicksal der Katze stehe stellvertretend für Hunderttausende Katzen in Deutschland, die entsprechenden in Lebendfallen gerieten.

Der Bayerische Jagdverband habe den sogenannten Jägerausschuss von Schwaben gebeten, den Vorfall genau zu untersuchen und gegebenenfalls ein Verfahren wegen Verstoßes gegen die Grundsätze der Weidgerechtigkeit nach dem Bundesjagdgesetz einzuleiten, teilte der Jägerverband weiter mit. "Der Jägerausschuss empfiehlt in einem solchen Fall den Behörden, dass der Jägerin der Jagdschein entzogen wird", hieß es in der Mitteilung dazu weiter.

Titelfoto: Montage: 123RF/Siarhei Hreski, Screenshot/SOKO Tierschutz

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