So einfach machst du Futter für deine Katzen selbst

Deutschland - Viele Katzenhalter haben früher oder später den Wunsch, das Futter für ihren Stubentiger selbst herzustellen. Allerdings ist auch bekannt, dass Katzen sehr wählerisch sein können und nur ausgewählte Lebensmittel fressen dürfen.

Erfahrt darum hier, worauf es beim Katzenfutter selber machen ankommt. 

Katzen sind wahre Feinschmecker - und dadurch meist sehr wählerisch.
Katzen sind wahre Feinschmecker - und dadurch meist sehr wählerisch.  © Unsplash/Laura Chouette

Bevor man sich an die Herstellung von selbst zubereitetem Katzenfutter heranwagt, ist zunächst einiges an Hintergrundwissen erforderlich. 

Denn auch so verlockend es ist, Miezi zukünftig nur noch mit Gourmet-Gerichten zu verwöhnen, so aufwendig und anspruchsvoll gestaltet sich häufig die Herstellung dieser feinen Speisen. 

Denn zum einen sind Katzen (wie alle Haustiere) auf eine ausgewogene Ernährung angewiesen. Zum anderen gelten die Stubentiger als sehr anspruchsvoll, wenn es ums Futter geht.  

Auch ist jede Katze anders und hat unterschiedliche Bedürfnisse, die mit dem Futter abgedeckt werden müssen. Ist das Kätzchen noch sehr klein oder schon ein Senior? Ist sie als Freigänger viel draußen oder doch eher eine gemütliche Wohnungskatze? Und mit welcher Art Futter kam sie bereits in Kontakt?

All das sind Fragen, die vor der eigentlichen Zubereitung des Futters geklärt sein müssen. Andernfalls läuft man Gefahr, dass die viele Mühe und Zeit in der Küche am Ende ... nun ja, für die Katz' ist. 

Was spricht dafür, Katzenfutter selber zu machen?

Wer Katzenfutter selbst herstellt, kann genau auf die Bedürfnisse seiner Fellnase eingehen.
Wer Katzenfutter selbst herstellt, kann genau auf die Bedürfnisse seiner Fellnase eingehen.  © Unsplash/Priscilla Lim

In herkömmlichem Katzenfutter stecken oft viele Inhaltsstoffe, die darin eigentlich nichts zu suchen haben. Zucker und Getreide gehören dazu, ebenso wie hohe Vitaminzugaben, die Katzen nur schwer verwerten können.

Auch ist industrielles Katzenfutter oft mit Pilzmykotoxinen, Bakterien, Insekten oder gar Fäkalien verunreinigt. 

Da scheint es nur sinnvoll, auf Nummer sicher zu gehen und das Katzenfutter einfach selbst herzustellen. 

Neigt die eigene Katze zu Allergien oder Intoleranzen gegenüber dem Standard-Futter, ist die selbstgemachte Variante ebenfalls zu empfehlen. Schließlich hat man die Zusammensetzung des Futters selbst in der Hand und weiß im besten Fall, woher die Zutaten stammen.

Bevor man sich jedoch Hals über Kopf in die heimische Futterproduktion begibt, sollte man für sich selbst eine Art Ziel festlegen. 

Wie groß soll zukünftig der Anteil an selbst gemachtem Katzenfutter sein? Sollen die eigens zubereiteten Speisen nur hin und wieder den Speiseplan der Katze erweitern oder wird eine komplette Nahrungsumstellung angestrebt? 

Daraus lässt sich ableiten, wie intensiv sich Herrchen oder Frauchen mit dem Thema Katzenernährung auseinandersetzen müssen, um ihren Stubentiger vor Mangelerscheinungen zu schützen.

Was spricht dagegen, Katzenfutter selbst herzustellen?

Nicht jede Katze ist von dem neuen selbstgemachten Futter begeistert.
Nicht jede Katze ist von dem neuen selbstgemachten Futter begeistert.  © Unsplash/Zach Reiner

Auch wenn es Katzenfutter auf dem Markt gibt, dass für Vierbeiner nicht die beste Wahl ist, so gibt es auch viele Produkte im Handel, die durchaus ihre Daseinsberechtigung haben. 

Gutes Katzenfutter aus dem Fachhandel ist vor allem für jene eine gute Wahl, die nicht die nötige Zeit oder das Interesse daran haben, sich intensiv mit der Zubereitung von selbst gemachtem Katzenfutter zu beschäftigen. 

Auf diese Weise braucht man sich nicht über die Ausgewogenheit der Ernährung und die benötigten Inhaltsstoffe im Futter zu viele Gedanken zu machen. 

Auch finanziell lässt sich mit selbst hergestelltem Katzenfutter nicht allzu viel Geld sparen. Besonders dann nicht, wenn man die eigene Arbeitszeit mit verrechnet. 

Man kann also zusammenfassend sagen: Wer nicht die nötige Zeit investieren will, um sich umfassend mit den Ernährungsbedürfnissen von Katzen auseinanderzusetzen, sollte besser bei hochwertigem, aber handelsüblichem Katzenfutter bleiben. 

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Ist BARF für Katzen geeignet?

Das Barfen hat sich bei Hunde- und Katzenhaltern bereits etabliert.
Das Barfen hat sich bei Hunde- und Katzenhaltern bereits etabliert.  © Unsplash/Changyoung

Wer sich eingehender mit dem Herstellen von eigenem Katzenfutter beschäftigt, wird vermutlich bald auf das Thema Barfen stoßen. 

BARF ist hierbei die Abkürzung für Biologisch Artgerechtes Rohes Futter.

Ob man seiner Katze jedoch rohes Fleisch geben sollte, wird unter Katzenfreunden teils heftig diskutiert. 

Dafür spricht, dass die BARF-Fütterung ziemlich nah an die natürlichen Ernährungsgewohnheiten einer Katze herankommt. Zugleich würden - im Gegensatz zu gekochtem Futter - deutlich mehr Nährstoffe erhalten bleiben. Richtig durchgeführt, soll das Barfen also sehr gesund sein. 

Als Argument dagegen wird häufig genannt, dass Bakterien und Parasiten in rohem Futter nicht gänzlich ausgeschlossen werden können. 

Die Wahrheit liegt wohl wie so oft irgendwo dazwischen. Denn auch wenn auf Dauer nur eine Sorte Fleisch, ob nun roh oder gekocht, serviert wird, kann die Katze unter Mangelerscheinungen leiden. Eine Auswahl an verschiedenen Nahrungsbestandteilen ist daher in jedem Fall ratsam. 

Wer es mit der BARF-Fütterung probieren möchte, sollte jedoch berücksichtigen, dass Hauskatzen langsam an diese Veränderung herangeführt werden müssen. Eine Hauskatze, die bisher nur industriell hergestelltes Katzenfutter erhalten hat, sollte nicht von heute auf morgen mit großen Mengen an rohem Fleisch gefüttert werden. 

Im Großen und Ganzen stellt rohes Fleisch für Katzen jedoch kein Risiko dar und sollte in einem gesunden Maß zum Ernährungsplan dazugehören. 

Katzenfutter selber machen: Welche Zutaten sind erlaubt und welche verboten?

Delikatessen wie diese setzen grundlegendes Wissen über Katzenernährung voraus.
Delikatessen wie diese setzen grundlegendes Wissen über Katzenernährung voraus.  © Unsplash/Frederick Tubiermont

Da man in der Regel mit selbst hergestelltem Futter die Gesundheit seiner Katze fördern will, sollten bestimmte Zutaten nicht fehlen. 

Zutaten, die im selbstgerechten Katzenfutter enthalten sein sollten:

  • Rindfleisch: Keule, Hüfte, Rippe, Kamm
  • Geflügelfleisch: Schenkel, Brust, Flügel 
  • Hühner-, Puten- und Rinderherzen
  • Fisch ohne Gräten

Die Fleischsorten können hierbei variiert werden. 

Weiterhin eignen sich diese Lebensmittel:

  • Gemüse wie Möhren, Paprika, Brokkoli
  • Reis und Kartoffeln
  • Joghurt und Quark
  • gekochte Eier
  • Pflanzenöle wie Oliven-, Raps- oder Fischöl

Dem gegenüber haben folgende Zutaten in Katzenfutter nichts zu suchen:

  • gesalzene und gewürzte Lebensmittel
  • Hülsenfrüchte
  • rohes Schweinefleisch
  • konservierte Lebensmittel
  • Zwiebelgewächse wie Speisezwiebeln, Schnittlauch, Frühlingszwiebeln
  • Kuhmilch
  • geräucherte Lebensmittel
  • Schokolade und andere Süßigkeiten 

Wie man sieht, gibt es für Katzen eine große Auswahl an Lebensmitteln, die sich mittels verschiedener Rezepte in nahrhaftes Katzenfutter verwandeln lassen. 

Katzen an selbstgemachtes Futter gewöhnen

Bei Katzen ist es mitunter ein langer Prozess, sie an neues Futter zu gewöhnen.
Bei Katzen ist es mitunter ein langer Prozess, sie an neues Futter zu gewöhnen.  © Unsplash/dorina boegre

Natürlich ist es eine frustrierende Angelegenheit, wenn Mauzi nach vielen Stunden Arbeit in der Küche das liebevoll zubereitete Mahl nicht anrühren will. 

Geduld ist daher das A und O, um die eigene Katze allmählich an das selbstgemachte Futter zu gewöhnen.

Über die richtige Größe des Fleisches (ratsam für den Anfang ist Erbsengröße) lässt sich die Katze oftmals bereits locken. 

Auch empfiehlt es sich, das selbst hergestellte Katzenfutter nach und nach unter die gewohnte Fertignahrung zu mischen. 

Da zunächst nicht klar ist, wie gut die Katze die Futterumstellung akzeptiert, lohnt es sich, zumindest zu Beginn des Versuchs nicht zu viel Geld in teure Küchenhelfer und große Mengen Fleisch zu investieren. Stattdessen sollte man es langsam angehen lassen und schauen, wohin einen die kulinarische Reise mit Katze wohl führt. 

Titelfoto: Unsplash/Laura Chouette

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