Katzen bei der Arbeit: Chicago bekämpft Rattenproblem mit 1000 Fellnasen

Chicago (Illinois/USA) - Nachdem Chicago nun bereits zum sechsten Mal in Folge zur "rattenreichsten" Stadt Amerikas ernannt wurde, meldete sich ein Tierheim mit einer sowohl umwelt- als auch katzenfreundlichen Idee.

Die "Cats at Work" sind Katzen, die umgesiedelt werden müssen, sich aber in einer häuslichen Umgebung nicht wohlfühlen würden. (Symbolbild)
Die "Cats at Work" sind Katzen, die umgesiedelt werden müssen, sich aber in einer häuslichen Umgebung nicht wohlfühlen würden. (Symbolbild)  © 123RF/Stepan Popov

Und diese scheint so einfach wie genial zu sein!

Unter dem Namen "Cats at Work" (dt. Katzen bei der Arbeit) rief die "Tree House Humane Society" das neue Programm ins Leben, welches sich darum kümmern soll, streunende Katzen in solchen Gebieten zu platzieren, die besonders unter den unzähligen Nagetieren leiden.

Dafür werden die Vierbeiner zunächst auf humane Weise eingefangen, bevor sie in einem Tierheim kastriert und geimpft werden.

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Anschließend geht es für die Miezen dann in rattenverseuchte Wohn- und Gewerbegebiete, um dort die Schädlinge auf umweltfreundliche Weise beseitigen.

Klingt ziemlich gut? Nun, es wird sogar noch besser.

Wie die "Tree House Humane Society" auf ihrer Website erklärt, handelt es sich hierbei nämlich ausschließlich um Katzen, die sich in einer häuslichen Umgebung einfach nicht wohlfühlen würden.

Anstatt sie also jahrelang im Tierheim zu halten oder gar einschläfern zu lassen, bietet das Programm den Vierbeinern einen neuen, sicheren Platz im Freien mit einem Betreuer, der für "Futter, Wasser und Schutz" verantwortlich ist!

Was für eine tolle Idee, den kleinen Streunern ein Leben voller Fürsorge und Liebe zu schenken und sich im gleichen Atemzug um die Nagetierplage der Stadt zu kümmern.

Die Katzen haben kaum Interesse daran, die Ratten zu töten

Mehr als 1000 verwilderte Katzen achten derzeit auf Chicagos Straßen. (Symbolbild)
Mehr als 1000 verwilderte Katzen achten derzeit auf Chicagos Straßen. (Symbolbild)  © 123Rf/lightpoet

Und dieses Programm scheint bisher unglaublich gut zu funktionieren.

Seit 2012 hat die Tree House Humane Society bereits 1000 verwilderte Samtpfoten auf die Straßen Chicagos losgelassen.

"Viele unserer Kunden haben uns erzählt, dass sie, bevor sie Katzen hatten, vor ihr Haus getreten sind und ihnen Ratten über die Füße liefen", sagte Sarah Liss von Tree House gegenüber WGN9.

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Sie erklärte außerdem, dass Katzen eigentlich kaum Interesse daran haben, die Nagetiere zu fressen und nur einige wenige töten, wenn sie zum ersten Mal in ihrer neuen Umgebung ankommen.

Aber das reicht bereits aus, denn ab dann "schrecken sie sie einfach mit ihren Pheromonen ab. Das ist genug, um die Ratten fernzuhalten."

Somit sorgt das Programm also nicht nur für glückliche Katzen und eine nagetierfreie Stadt – auch die Ratten kommen durch diese Methode nicht zu Schaden. Was will man mehr?

Titelfoto: 123RF/Stepan Popov

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