Nach Tod von Leipziger Baby-Löwen: PETA fordert Zuchtstopp 

Leipzig - Nach dem Tod zwei kleiner Löwen aus dem Leipziger Zoo hat die Tierrechtsorganisation PETA erneut Kritik an der Zoohaltung von Löwen geübt. 

Am Montag hat Löwen-Mama Kigali zwei ihrer Jungtiere getötet. 
Am Montag hat Löwen-Mama Kigali zwei ihrer Jungtiere getötet.  © Zoo Leipzig

Am Montag und in der Nacht zum Dienstag hatte Löwen-Mutter Kigali zwei ihrer Jungtiere getötet (TAG24 berichtete). Der Wurf mit fünf kleinen Raubkatzen war bereits im Dezember auf die Welt gekommen. 

"In der Natur bleiben weibliche Löwen in der Regel ihr Leben lang in ihrem Rudel. Die Herausnahme einzelner Tiere aus sozialen Strukturen sowie unnatürliche und viel zu kleine Gehege verursachen häufig schwere Verhaltensstörungen bei Großkatzen in Gefangenschaft, die sich in Stereotypien oder aggressivem Verhalten äußern können", sieht PETA die Schuld für den Vorfall beim Zoo selbst. 

Löwin Kigali hatte bereits einen ersten Wurf im Sommer 2019 bei der Fellpflege aufgefressen. Laut dem Zoo sei das kein unnatürliches Verhalten, das auch in der freien Wildbahn an den Tag gelegt werden, beispielsweise, wenn die Jungtiere krank sind. 

Aufgrund der Vorfälle bittet die Tierrechtsorganisation PETA den Zoo, die Löwenzucht einzustellen und dafür ausschließlich Großkatzen aus Zirkusbetrieben aufzunehmen. 

"Die Herumschieberei von Löwen in Europa im Namen der sogenannten Erhaltungszucht ist eine Sackgasse, denn Großkatzen können verhaltensbedingt nicht ausgewildert werden. Für die Tiere bedeuten die Zuchtprogramme großes Leid, denn ihr Leben ist alles andere als artgerecht oder natürlich", ergänzt Biologin Dr. Yvonne Würz, PETAs Fachreferentin für Tiere in der Unterhaltungsbranche.

Der Zoo Leipzig soll die Löwenzucht einstellen, fordert PETA. 
Der Zoo Leipzig soll die Löwenzucht einstellen, fordert PETA.  © (c) Ralf Seegers

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