Rettung in letzter Sekunde: Wanderer finden drei Wochen alte Wildkatze hilflos in Baumhöhle

Altenberga - Wanderer haben in einer Baumhöhle im Saale-Holzland-Kreis ein hilfloses Wildkätzchen entdeckt. Das Tier war allein und verlassen.

Das Kätzchen steckte in der Baumhöhle fest und wurde von den Naturschützern befreit.
Das Kätzchen steckte in der Baumhöhle fest und wurde von den Naturschützern befreit.  © Silvester Tamás / NABU SHK e.V

Diese Rettung kam sprichwörtlich in allerletzter Sekunde. Am vergangenen Freitag, zu Christi Himmelfahrt, befreiten Naturschützer eine kleine Wildkatze aus einer Baumhöhle in der Nähe von Altenberga.

Zuvor hatten Wanderer das Miauen des Vierbeiners wahrgenommen und im Anschluss den Naturschutzbund des Saale-Holzland-Kreises (Nabu SHK) informiert, wie Silvester Tamás vom Nabu auf seiner Facebookseite schreibt.

Offenbar sei das kleine Kätzchen zwei oder drei Tage vorher von seiner Mutter zurückgelassen oder gar aufgegeben worden, erklärt Tamás. Vermutlich fühlte sich die Wildkatzenmama durch einen Holzeinschlag in unmittelbarer Nähe gestört.

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Die drei bis vier Wochen alte Fellnase wurde noch am selben Tag in eine Wildtierauffangstation gebracht, von einem Tierarzt untersucht und mit Essen versorgt. Bei der Untersuchung wurde unter anderem festgestellt, dass das Kätzchen leicht benommen und unterversorgt war, wie der MDR schreibt.

Dem Vierbeiner soll es laut einem Bericht des öffentlich-rechtlichen Senders inzwischen wieder besser gehen. Nach der Rettungstat hatte Naturschützer Tamás noch mitgeteilt, dass es jetzt Daumen drücken heißt. In dem zarten Alter sei es nämlich, ob die Jungtiere solche turbulenten Tage überleben.

Das kleine Wildkätzchen steckte verlassen in einer Baumhöhle fest

Trotz der tollen Rettungsaktion betonte Naturschützer Tamás, dass Wildkatzen im Wald, ihrer natürlichen Umgebung gelassen werden sollen. Erst wenn über einen längeren Zeitraum keine Rückkehr oder Versorgung der Mutter erfolgt, muss, wie in diesem Fall, gehandelt werden.

Titelfoto: Silvester Tamás / NABU SHK e.V

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