Schon lange auf der Krankenstation: Der lange Leidensweg von Kater Bones

Köln - Im Oktober erzählten wir Euch bereits die Geschichte von Kater Tommy, einem wahren Kämpfer, der einen ziemlichen Horror überlebt hat. Er lebte mit neun Katzenfreunden in einem völlig verdreckten Innenhof. Wie das Kölner Tierheim in Dellbrück zeigt, sind auch fast drei Monate danach noch nicht alle der Katzen voll bei Kräften.

Kater Bones lebte bislang in unzumutbaren Zuständen. Das Tierheim richtet ihn wieder auf, er kränkelt aber weiterhin.
Kater Bones lebte bislang in unzumutbaren Zuständen. Das Tierheim richtet ihn wieder auf, er kränkelt aber weiterhin.  © Bildmontage: Screenshot/Instagram/tierheim_dellbrueck

Denn die Kölner Tierexperten stellten in ihrem Instagram-Post am Mittwoch den tapferen Kater Bones vor.

Er stammt, wie die anderen neun Katzen, unter anderem wie erwähnt Kater Tommy, aus dem "Animal Hoarding"-Fall. Dies beschreibt ein Krankheitsbild, bei dem Menschen Tiere in einer großen Anzahl halten, sie aber nicht mehr angemessen versorgen.

Nachdem die Katzen vom Tierheim aufgenommen wurden, waren alle stark erkältet und mussten in der Krankenstation behandelt werden.

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Während seine neun Katzenfreunde bereits ins Katzenhaus gezogen sind, ist Bones allerdings weiterhin auf der Krankenstation. "Der arme Kerl ist der letzte seiner Gang", schreiben die Tierpfleger dazu passend.

Die Erklärung dafür liefern die Kölner direkt hinten an: "Bones' Schnupfen will trotz aller Inhalation und Medikation einfach nicht verschwinden."

Deswegen auch der klare Wunsch vonseiten des Tierheims: "Drückt mal allerkräftigst die Daumen, dass es für den getigerten Traumtypen bald Glück regnet und er endlich anfangen kann, sein Leben zu genießen."

Die Vorstellung des Kater Bones des Tierheims Dellbrück auf Instagram

User des Tierheims unterstützen Kater Bones

Auch die mehr als 40.700 Abonnenten des Kölner Tierheims sind ganz bei Bones und wünschen ihm nur alles Gute. Eine Userin schreibt passend dazu: "Hier wird alles gedrückt was an Pfötchen vorhanden ist❤️."

Dann kann es für Bones ja nur bergauf gehen, denn auch er hat ein Leben in der Gemeinschaft und Gesundheit verdient. Nicht nur in der Weihnachtszeit!

Das Tierheim Köln-Dellbrück

Bereits seit mehr als 50 Jahren gibt es das Tierheim im Kölner Stadtteil Dellbrück. Rund 20 Mitarbeiter kümmern sich um die Versorgung und Vermittlung von Haustieren. Pro Jahr werden etwa 2000 Tiere vermittelt. Als privater Verein finanziert sich das Tierheim nach eigenen Angaben durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und Erbschaften.

Wer ein Tier übernehmen möchte, muss einige Dinge beachten. Neben einem persönlichen Gespräch gibt es beispielsweise bei Hunden auch einen Probespaziergang sowie einen Kontrollbesuch.

Je nach Tier fällt eine unterschiedlich hohe Schutzgebühr an, mit der die Kosten für die Unterbringung und die tierärztliche Untersuchung zum Teil gedeckt werden. Während der Corona-Pandemie gelten besondere Regeln.

Titelfoto: Bildmontage: Screenshot/Instagram/tierheim_dellbrueck

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