Neuer Problemwolf geht im Norden auf die Jagd

Kiel – An der Westküste Schleswig-Holsteins gibt es erneut einen Wolf.

Ein neuer Wolf treibt im Norden sein Unwesen. (Archivbild)
Ein neuer Wolf treibt im Norden sein Unwesen. (Archivbild)  © Boris Roessler/dpa

Einen entsprechenden Bericht des Radiosenders NDR 1 Welle Nord bestätigte am Samstag ein Sprecher des Umweltministeriums in Schleswig-Holstein der Deutschen Presse-Agentur. 

DNA-Untersuchungen im Auftrag des Ministeriums beim Senckenberg-Forschungsinstitut haben laut Medien-Bericht ergeben, dass der Wolf mit der Kennung GW1468m für mindestens drei Angriffe auf Schafherden in den Kreisen Nordfriesland und Dithmarschen verantwortlich ist. 

Die Herden waren den Angaben zufolge nicht durch spezielle Elektro-Zäune geschützt.

Das Tier GW1468m wurde nach dem NDR-Bericht unter Berufung auf dänische Wissenschaftler vor etwa einem Jahr in der Nähe von Holstebro geboren. 

Das Tier soll sich mindestens bis zum 25. Januar in Dänemark aufgehalten haben. "GW" steht für einen Grauwolf (engl.: Grey Wolf), gefolgt von der Codenummer des Senckenberg-Institutes. Das "m" steht für ein männliches Tier (engl.: male).

Aktuell gibt es einen offiziell nachgewiesenen, weiteren Wolf in Schleswig-Holstein: Das Ministerium gehe nach wie vor davon aus, dass sich im Forst Segeberg eine Wölfin aufhält, hatte der Ministeriumssprecher jüngst berichtet. Sie reißt vor allem aber Wildtiere.

Der in jüngster Vergangenheit in Schleswig-Holstein zum Abschuss freigegebene Problemwolf GW924m war nach monatelanger Suche durch Jäger im vergangenen Januar in einem Wald bei Gifhorn tot entdeckt worden.

Das Tier war zuvor angefahren und schwer am Kopf verletzt worden. Dieser Wolf soll in mehr als einem Dutzend Fällen als wolfssicher geltende Zäune überwunden und Schafe gerissen haben, die meisten im Kreis Pinneberg.

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