Tierquäler spielen Fußball mit Taubenküken: Vogel überlebt nicht

Köln – Herzlose Tierquälerei: Zwei Männer sollen Ende Juli vor dem Kölner Hauptbahnhof mit einem Taubenküken Fußball gespielt haben. Das Vögelchen konnte gerettet werden, verstarb aber Tage später an den schweren Verletzungen. Im Netz häuften sich wütende Kommentare.

Völlig abgekämpft kam die junge Taube am 24. Juli in die Auffangstation. Zunächst sahen die Helfer ein gebrochenes Bein und einen geschwollenen Kopf.
Völlig abgekämpft kam die junge Taube am 24. Juli in die Auffangstation. Zunächst sahen die Helfer ein gebrochenes Bein und einen geschwollenen Kopf.  © Screenshot/Facebook/Kölner Taubenhilfe e. V.

Die "Kölner Taubenhilfe" machte auf ihrer Facebook-Seite auf die herzzerreißende Geschichte aufmerksam.

Am 24. Juli um 2 Uhr nachts soll das schwer verletzte Küken zu den helfenden Händen im Kölner Norden gekommen sein. Zwei junge Frauen hatten das Küken vor den erwachsenen Männern gerettet, die nach ihren Aussagen mit dem Küken "Fußball spielten".

Eine Helferin der Auffangstation fuhr umgehend zu dem Ort des Geschehens und nahm das "völlig verängstigte Taubenkind" in ihre Obhut.

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Das Küken sei damals völlig dehydriert, abgemagert und voller Hämatome gewesen. "Es atmet schwer und wir wissen noch nicht, ob es durchkommt. Es wurde erstmal mit allem nötigen versorgt und schläft jetzt", schrieb das Tierheim am Morgen danach.

"Auch wenn wir viel Schlimmes in unsrem Alltag erleben, was Menschen einem Tier antun, sind wir trotzdem immer wieder aufs Neue entsetzt", hieß es seitens der Organisation.

Das erschöpfte Taubenküken Alma kam Ende Juli in die Taubenhilfe

Taubenküken Alma überlebte den Angriff nicht

Auffangstation und Netzgemeinde sind von Tätern entsetzt

Drei Tage lebte das Küken in der Auffangstation, bevor es am 27. Juli an seinen Verletzungen starb.
Drei Tage lebte das Küken in der Auffangstation, bevor es am 27. Juli an seinen Verletzungen starb.  © Screenshot/Facebook/Kölner Taubenhilfe e. V.

Drei Tage später dann der Schock: Taubenküken Alma, so hatten die Mitarbeiter der Auffangstation das Baby getauft, hatte den schweren Angriff nicht überlebt. Zu schwer sollen die inneren Verletzungen gewesen sein. "Wir sind unfassbar traurig. Bitte seht von Hasskommentaren ab. Das hilft keinem und wir müssen sie löschen", so die Taubenhilfe.

Anfangs erkannten die Mitarbeiter lediglich ein gebrochenes Bein und eine Schwellung am Kopf. Es schien dem Küken auch recht schnell wieder besser zu gehen, doch offensichtlich war das nur temporär.

Wer die Täter sind, konnte bis heute nicht geklärt werden. "Die zwei sehr jungen Frauen waren froh, das Küken gerettet zu haben. Sie haben sicherlich nicht daran gedacht oder hatten vielleicht auch Angst, die Täter festzuhalten. Sicher wissen wir das nicht", vermutete das Tierheim.

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Als die Helferin der Taubenhilfe am Hauptbahnhof eintraf, waren die beiden mutmaßlichen Tierquäler schon über alle Berge. "Natürlich wäre es so wichtig gewesen, diese abscheuliche Tat anzuzeigen und somit den Männern aufzuzeigen, was sie schlimmes getan haben. In diesem Fall sehen wir da leider erfahrungsgemäß kein Weiterkommen", hieß es weiter.

Follower bekundeten unter dem Post ihr Beileid und wetterten gegen die beiden mutmaßlichen Täter: "Ich hoffe, dass das Leben mit diesen beiden 'Männern' noch sehr ordentlich Fußball spielt…", lautete nur einer der zahlreichen Kommentare.

Titelfoto: Montage: Screenshot/Facebook/Kölner Taubenhilfe e. V.

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