300.000-Euro-Spende für hochbedrohte Affenart

Köln – Sifakas sind in der freien Wildbahn vom Aussterben bedroht. Der Kölner Zoo hat sich die Pflege der seltenen Primaten zur Aufgabe gemacht und nutzt eine großzügige Spende, um für die süßen Äffchen eine neue Anlage zu bauen. 

Sifakas können dank ihrer kräftigen Hinterbeine von Baum zu Baum springen. (Symbolbild)
Sifakas können dank ihrer kräftigen Hinterbeine von Baum zu Baum springen. (Symbolbild)  © 123RF/Micha Klootwijk

Das Gehege für die seltenen Sifakas entsteht derzeit im ehemaligen Elefantenhaus, so heißt es in einer Pressemitteilung der Zooverantwortlichen.

Der Bau wird von einer 300.000-Euro-Spende des Fördervereins des Kölner Zoos unterstützt. Das Geld stamme aus den Mitgliedsbeiträgen verschiedener Zoo-Unterstützer und aus einer zweckgebundenen Erbschaft.

Die Artgenossen der im Kölner Zoo lebenden Sifakas sind in Madagaskar beheimatet. Laut National Geographic gehören sie zur Art der Lemuren und wurden von den Einheimischen nach ihrem einzigartigen Ruf benannt. Dieser klinge wie "shif-auk".

Die Tiere fallen vor allem durch ihr interessant gefärbtes Fell auf. Ihre Körper sind mit schwarzen, weißen, grauen oder auch goldenen Flecken bedeckt.

Der Schwanz der Äffchen ist mit etwa 50 Zentimetern etwa genauso lang wie ihr Körper. Dank ihrer kräftigen Hinterbeine können die Tiere von Baum zu Baum springen und überwinden dabei Entfernungen von bis zu neun Metern.

Sifakas gelten als Vegetarier: Sie sind dafür bekannt, sich von bis zu hundert verschiedenen Pflanzenarten wie Blumen, Früchten oder Blättern zu ernähren.

Die süßen Primaten leben in kleineren Gruppen von drei bis zehn Tieren und sind durch die Zerstörung ihres natürlichen Lebensraums vom Aussterben bedroht. Auch werden einige der bekannten neun Gattungsarten für ihr Fleisch gejagt.

Andere Arten werden hingegen durch eine madagassische Tradition geschützt, die das Verzehren von Sifaka-Fleisch verbietet.

Titelfoto: 123RF/Micha Klootwijk

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