Kühe fliehen von Weide: Eine stirbt, eine andere wird auch nach Stunden vermisst

Essen - Mehrere ausgerissene Kühe sorgten für ein Verkehrschaos auf der B224 in Essen. Für ein Tier nahm der Vorfall kein glückliches Ende. Eine anderes ist auch nach Stunden nicht auffindbar.

Mehrere Kühe haben ihre Weide verlassen (Symbolbild).
Mehrere Kühe haben ihre Weide verlassen (Symbolbild).  © dpa/Hauke-Christian Dittrich

Gegen 19.30 Uhr am gestrigen Dienstag wurde die Polizei in Essen alarmiert, weil fünf Kühe von einer Weide flohen. Eines der Tiere verirrte sich auf die Bundesstraße im Stadtteil Haidhausen.

Mehrere Streifenwagen eilten dahin, erklärt die Polizei am heutigen Mittwoch.

Doch das Tier rannte auf der viel befahrenen Straße immer weiter in Richtung des Stadtteils Werden, ließ sich nicht beruhigen. "Ein Streifenwagen folgte dem Tier, während ein weiterer vorneweg fuhr, um den Gegenverkehr zu warnen", so die Beamten. Langsamer wurde die Kuh jedoch nicht.

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Nach einiger Zeit türmte das Weidetier auf einen Seitenweg, sprang über einige Zäune und Absperrungen, nur, um letztlich wieder auf die B224 zurückzukehren. Die Polizei sperrte die Straße für den Verkehr indes komplett ab.

Die Kuh floh im weiteren Verlauf auf die Brückstraße. "Durch die kilometerlange Flucht, die Hektik und den Lärm des Straßenverkehrs stand sie vermutlich unter hohem Stress", mutmaßt die Polizei. Denn einfangen oder beruhigen ließ sich das Tier noch immer nicht.

Inzwischen kamen örtliche Bauern, die Feuerwehr und ein Jäger zum Ort des Geschehens.

Ausgebüxte Kuh zu großes Sicherheitsrisiko: Jäger schießt

Die Polizei war mit mehreren Einheiten im Einsatz. Die Kuh konnte aber nicht beruhigt werden, musste erschossen werden (Symbolbild).
Die Polizei war mit mehreren Einheiten im Einsatz. Die Kuh konnte aber nicht beruhigt werden, musste erschossen werden (Symbolbild).  © dpa/Marius Becker

Auch zahlreiche Schaulustige fanden sich nach Polizeiangaben an den betroffenen Straßen ein. Die Kuh galt daher mittlerweile als "erhebliche Sicherheitsgefahr". Auch "ein großer Sachschaden" war zu befürchten.

Der Bauer, dem die Kuh gehörte, sah keinen anderen Weg, als das Tier erschießen zu lassen, um die Gefahren zu beseitigen. Er gab dem Jäger dafür sein Einverständnis.

Das tote Tier wurde anschließend mit einem Hänger abtransportiert.

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Während die Aktion für diesen Vierbeiner tödlich endete, konnten drei andere Kühe eingefangen und in ihre Ställe gebracht werden.

Eine fünfte Kuh ist noch immer auf der Flucht. Sie verirrte sich vermutlich in Richtung des Hespertals.

Wie hoch der durch die ausgebüxten Kühe angerichtete Sachschaden ist, muss noch ermittelt werden. Zumindest ein Seitenspiegel eines Streifenwagens wurde durch einen Stoß der nun toten Kuh beschädigt.

Titelfoto: Montage: dpa/Hauke-Christian Dittrich, dpa/Marius Becker

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