Horror-Tierärztin ließ Hunde und Katzen eingesperrt im Keller in eigenem Kot leben

Landau/Zweibrücken - Weil sie eine Vielzahl von Hunden und Katzen sowie weitere Tiere nicht artgerecht gehalten hat, muss eine Tierärztin für neun Monate ins Gefängnis. 

Die Tier waren unter den schlimmsten Umständen eingepfercht (Symbolfoto).
Die Tier waren unter den schlimmsten Umständen eingepfercht (Symbolfoto).  © 123RF/sonjachnyj

Das Pfälzische Oberlandesgericht Zweibrücken bestätigte am Montag ein früheres Urteil des Landgerichts Landau. Dass das Landgericht keine Bewährungsstrafe verhängt habe, sei nachvollziehbar: Die Frau habe sich von behördlichen Maßnahmen weitgehend unbeeindruckt gezeigt.

Die Frau habe die Tiere auf einem Areal in Bornheim unter anderem durch Unterversorgung und mangelndes Tageslicht erheblichen Leiden ausgesetzt und sich zudem des Betrugs schuldig gemacht, hieß es. 

Die Taten ereigneten sich 2017 (TAG24 berichtete). Monatelang ließ sie Hunde und Katzen, auf die sie teilweise aufpassen sollte, in engen Kellerverliesen vor sich hinvegetieren. Die Tiere waren komplett ohne Tageslicht untergebracht. Zudem mussten sie in ihrem eigenen Kot leben und schlafen, waren vollkommen verdreckt.

Auch hielt die Frau mehrere Kängurus in viel zu engen Käfigen gefangen.

Die Polizisten durchsuchten im Juni 2017 die entsprechenden Räumlichkeiten mit Atemmasken und Schutzanzügen. Trotzdem musste sich einige aufgrund des bestialischen Gestanks und der schrecklichen Zuständen übergeben. 

Im Oktober 2018 wurde die Tierärztin dann zu neun Monaten ohne Bewährung verurteilt. Dagegen legten die Generalstaatsanwaltschaft sowie die Angeklagte Revision ein. Beide blieben erfolglos.

Titelfoto: 123RF/sonjachnyj

Mehr zum Thema Tiere:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0