Mäh-Roboter werden für Igel zur tödlichen Gefahr

Pulheim – Für Menschen sind Mäh-Roboter eine praktische Erfindung, indem sie viel Arbeit abnehmen. Doch für Igel können die Geräte zur tödlichen Gefahr werden. Eine leidenschaftliche Pulheimerin (76) hat es sich zur Aufgabe gemacht, die verletzten Tiere wieder aufzupäppeln.

Karin Oehl (76) kümmert sich ehrenamtlich um verletzte Igel.
Karin Oehl (76) kümmert sich ehrenamtlich um verletzte Igel.  © Marius Becker/dpa / Marius Becker/dpa

Der 76-jährigen Karin Oehl bricht das Herz, wenn kleine Igel von Mäh-Robotern oder Rasentrimmern verletzt werden: Um mehr als 400 verletzte Igel kümmert sich die Seniorin aus Pulheim bei Köln jedes Jahr – ehrenamtlich und schon seit Jahrzehnten.

Allein in diesem Jahr seien ihr seit April mehr als 70 verletzte Tiere gebracht worden, berichtet die engagierte Tierschützerin.

Besonders gefährlich findet die Igelfreundin Rasentrimmer, deren rotierende, scharfe Drähte Rasenkanten rasieren. Selbst Grünflächenämter würden die Trimmer unter Hecken und Büschen einsetzen.

"Kleine Igel werden regelrecht zerschnitten", sagt die 76-Jährige.

Sie habe sich schon an Baumärkte und den Städte- und Gemeindebund gewandt. Den Geräten sollte beim Kauf extra ein Warnhinweis beigelegt werden, fordert Oehl. Geändert habe sich bislang nichts.

Für Igel stellen Menschen eine der größten Bedrohungen dar. Durch den Bau von Straßen und Siedlungen schrumpft der Lebensraum der Tiere und es fehlt ihnen oft an Unterschlupfmöglichkeiten und Nahrung.

Titelfoto: Marius Becker/dpa / Marius Becker/dpa

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