Mann lebte mit ihnen: 14 Giftschlangen aus Potsdamer Wohnung geholt

Von Jasper Riemann

Berlin - In einer Wohnung in Potsdam sind am Wochenende 14 gefährliche Giftschlangen gefunden worden. Einsatzkräfte des Ordnungsamtes mit Unterstützung der Feuerwehr beschlagnahmten die Tiere im Wohngebiet Waldstadt II, wie eine Sprecherin der Stadt am Montag mitteilte.

Der Mann hielt gleich mehrere Klapperschlangen in seiner Wohnung. (Symbolbild)
Der Mann hielt gleich mehrere Klapperschlangen in seiner Wohnung. (Symbolbild)  © Frank Leonhardt/dpa

Reptilienexperte Marko Hafenberg war eigenen Angaben zufolge als Sachverständiger vor Ort und transportierte die Schlangen am frühen Samstagnachmittag in das von ihm geführte Terrarium Brandenburg, eine Auffangstation für exotische Tiere in Brandenburg an der Havel. Zuvor berichteten mehrere Medien über den Fall.

Die Terrarien in der Wohnung eines Mehrfamilienhauses seien nicht verschlossen und nicht beschriftet gewesen, sagte Hafenberg der Deutschen Presse-Agentur. "Um eine Gefährdung unbeteiligter Dritter auszuschließen, mussten die Tiere sichergestellt werden."

Beim Verpacken der Schlangen sei es mehrmals zu brenzligen Situationen gekommen, sagte Hafenberg weiter. Der Halter habe ihn nicht an die Schlangen herangelassen und sie selbst aus den Terrarien geholt.

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Teils seien Schlangen entwischt, zweimal habe eine Schlange knapp am Finger des Halters vorbeigebissen. Der Halter sei in einem gesundheitlich offensichtlich desolaten Zustand gewesen.

Halter hatte ursprünglich gar 16 Schlangen

Laut Hafenberg handelte es sich unter anderem um Tigerklapperschlangen, zwei Kettenvipern und Felsenklapperschlangen. Die Kettenviper sei für einen Großteil aller tödlichen Giftschlangenbisse in Asien verantwortlich.

Der Halter habe ihm eine Bestandsliste mit 16 Schlangen gezeigt, sagte Hafenberg. In der Wohnung seien aber nur 14 Schlangen gefunden worden. Der Halter habe die Differenz damit begründet, dass eine Schlange gestorben und eine weitere von einer anderen gefressen worden sei.

Titelfoto: Frank Leonhardt/dpa

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