Mastschweine nach Schlachthof-Schließung: Sie wachsen immer weiter, Bauern warnen!

Osnabrück/Rheda-Wiedenbrück/NRW - Weil sich in den Ställen die Schlachtschweine stauen, fordern die Deutschen Schweinehalter Klarheit darüber, wann die Tönnies Fleischfabrik nach dem Corona-Ausbruch in Rheda-Wiedenbrück wieder öffnet.

Mastschweine in einem Schweinestall.
Mastschweine in einem Schweinestall.  © Stefan Sauer/ZB/dpa

"Die Schweinehalter müssen das dringend wissen, wir brauchen schnell ein klares Signal, sonst droht auf Sicht ein großes Tierschutzproblem in den Ställen", sagte der Geschäftsführer der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands, Torsten Staack, der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwoch).

Laut Staack werden in Rheda-Wiedenbrück zwischen 12 und 14 Prozent der deutschen Schweine geschlachtet. 

Weil der Betrieb nach dem Corona-Ausbruch unter Beschäftigten aber derzeit ruht und auch andere Schlachthöfe nur reduziert arbeiten, gebe es zurzeit deutschlandweit Verarbeitungsengpässe.

"In der Woche stauen sich derzeit insgesamt etwa 100.000 Schweine an, die nicht wie geplant geschlachtet werden können", sagte Staack.

Schweinemäster müssten massive finanzielle Verluste hinnehmen.

Titelfoto: Stefan Sauer/ZB/dpa

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