Mittels Wärmebildern: Drohnen sollen Rehkitze vor dem Mäh-Tod retten

Tönisvorst - Um Rehkitze vor dem Tod durch Großmaschinen beim Mähen von Wiesen zu bewahren, fördern das Land NRW und der Bund die Anschaffung von Drohnen mit Wärmebildkameras.

Das Land NRW fördert die Anschaffung von Drohnen mit Wärmebildkameras, um Rehkitze vor dem Tod durch Mähmaschinen auf Wiesen zu bewahren. (Archivbild)
Das Land NRW fördert die Anschaffung von Drohnen mit Wärmebildkameras, um Rehkitze vor dem Tod durch Mähmaschinen auf Wiesen zu bewahren. (Archivbild)  © picture alliance / Matthias Balk/dpa

NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (55, CDU) präsentiert die Technik am Donnerstag (9 Uhr) zusammen mit Jagdexperten bei einem Ortstermin in Tönisvorst.

22 Kreisjägerschaften aus Nordrhein-Westfalen hätten bereits knapp 190.000 Euro aus einem Landesförderprogramm für solche Drohnen erhalten, teilte das Land mit.

Bei der diesjährigen Wiesenmahd seien bereits zahlreiche geförderte Drohnen im Einsatz. Ein weiteres Förderprogramm auf Bundesebene hatte Mitte März begonnen, damit wurde das Landesangebot beendet.

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Wegen ihres sogenannten Drückerinstinkts laufen die Kitze bei drohender Gefahr nicht weg, sondern ducken sich flach ins hohe Gras und bleiben dort unbeweglich liegen.

Jäger und Landwirte suchen seit Langem vor dem Mähen die Wiesen ab oder versuchen, durch spezielle Mähtechniken von innen nach außen, die Tiere zu retten. Diese Methoden seien aber teilweise sehr zeitaufwendig und nicht immer erfolgreich, sagen Jagdexperten.

NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (l., 55) schaut sich die Bedienung einer Drohne mit Wärmebildkamera durch einen Jäger an.
NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (l., 55) schaut sich die Bedienung einer Drohne mit Wärmebildkamera durch einen Jäger an.  © Oliver Berg/dpa

Mit Drohnen seien die kauernden Rehkitze leichter zu erkennen.

Titelfoto: picture alliance / Matthias Balk/dpa

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