Mitten im Schutzreservat: Seltene weiße Giraffe und ihr Junges getötet

Nairobi (Kenia) - In Kenia sind eine seltene weiße Giraffe und ihr Junges mutmaßlich von Wilderern getötet worden. Die Skelette der zwei Tiere seien am Dienstag in Wildtierreservat Ishaqbini Hirola im Osten des Landes im Bezirk Garissa gefunden worden, sagte Mohamed Ahmed Noor, der Leiter des Reservats.

Die Giraffenmutter und ihr Junges sind mutmaßlich von Wilderern getötet worden. Die Skelette der zwei Tiere seien am 10 .März 2020 in Wildtierreservat Ishaqbini Hirola im Osten Kenias gefunden worden.
Die Giraffenmutter und ihr Junges sind mutmaßlich von Wilderern getötet worden. Die Skelette der zwei Tiere seien am 10 .März 2020 in Wildtierreservat Ishaqbini Hirola im Osten Kenias gefunden worden.  © Hirola Conservation/Caters News Agency/dpa

Tierschützer hatten die in Kenia bekannte Giraffen-Mutter und ihr Kalb demnach vor rund einem Monat zuletzt gesehen.

Man vermute, die zwei Tiere seien von Wilderern erschossen worden, sagte Noor. Es bestehe aber auch die Möglichkeit, dass sie von Kämpfern der Terrorgruppe Al-Shabaab getötet worden seien.

Die Miliz ist im Nachbarland Somalia sowie in den Grenzgebieten aktiv.

Es gibt nur wenige weiße Giraffen in Kenia und sie werden selten gesichtet. Forscher vermuten, dass sie unter einer Defekt-Mutation namens Leuzismus leiden.

Diese führt bei Tieren dazu, dass Fell und Federn weiß und die darunterliegende Haut rosa sind, weil die Haut keine Melanozyten, also farbstoffbildende Zellen, enthält.

Eine Giraffe kümmert sich um ein drei Wochen altes Rothschild-Giraffenbaby im Afrika-Gehege des Zoos von Liberec, Tschechien.
Eine Giraffe kümmert sich um ein drei Wochen altes Rothschild-Giraffenbaby im Afrika-Gehege des Zoos von Liberec, Tschechien.  © Slavek Ruta/ZUMA Wire/dpa

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