"Dachte erst, es sei ein großer Hund": Landwirt macht schockierenden Fund auf Acker

Münzkirchen - Einen toten Wolf hat ein Landwirt nahe der bayerisch-österreichischen Grenze gefunden.

Ein Sachverständiger untersucht einen toten Wolf. Das Tier hatte ein Landwirt nahe der bayerisch-österreichischen Grenze gefunden.
Ein Sachverständiger untersucht einen toten Wolf. Das Tier hatte ein Landwirt nahe der bayerisch-österreichischen Grenze gefunden.  © Franz Konrad Stadler/Bezirksjägermeister Bezirk Schärding /dpa

"Er dachte erst, es sei ein großer Hund. Aber Untersuchungen haben bestätigt, dass es tatsächlich ein Wolf war", sagte der zuständige Bezirksjägermeister Franz Konrad Stadler am Dienstag. 

Es könne leicht sein, dass das Tier vom Nationalpark Bayerischer Wald nach Österreich eingewandert sei. "Das sind nur 50 Kilometer." Mehrere Medien hatten zuvor darüber berichtet.

Der rund 50 Kilo schwere Wolf wurde vermutlich in der Nacht zu Freitag im österreichischen Münzkirchen angefahren. 

Der Fahrer habe sich noch nicht gemeldet, sagte ein Sprecher der Polizei auf Nachfrage. "Der Wolf schleppte sich wohl schwer verletzt noch etwa 300 Meter weiter auf einen Acker", mutmaßte Stadler. Dort fand ihn am Freitag der Landwirt. 

Experten der Universität Wien hätten den Kadaver inzwischen abgeholt und untersucht. Eine DNA-Probe soll nun klären, woher der Wolf stammt.

Das Bayerische Landesamt für Umwelt listet allein seit Mai dieses Jahres 25 Nachweise von Wölfen im Freistaat. Im Nationalpark Bayerischer Wald, im Manteler Forst, rund um den Truppenübungsplatz Grafenwöhr, im Veldensteiner Forst und in der Rhön gibt es demnach sogenannte standorttreue Tiere.

Dort konnten Wölfe mehr als sechs Monate lang oder eine Reproduktion nachgewiesen werden.

Titelfoto: Franz Konrad Stadler/Bezirksjägermeister Bezirk Schärding /dpa

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