Nach Todesfällen in Botswana: Nun sterben auch in Simbabwe die Elefanten

Simbabwe - Nach den mysteriösen Todesfällen von mindestens 400 Elefanten im südafrikanischen Botswana (TAG24 berichtete) häufen sich nun ähnliche Meldungen im Nachbarland Simbabwe.

Steckt ein noch unbekanntes Elefantenvirus hinter den rätselhaften Todesfällen?
Steckt ein noch unbekanntes Elefantenvirus hinter den rätselhaften Todesfällen?  © Volker Schlichting/123RF

Die Parkbehörden des Binnenlandes untersuchen derzeit den unerklärlichen Tod von elf Elefanten in einem Wald im Westen von Simbabwe.

Eine Zyanidvergiftung konnte nach ersten Untersuchungen ausgeschlossen werden. Auch Wilderei beziehungsweise Elfenbeinhandel scheinen nicht infrage zu kommen, da jedes der Tiere mit Stoßzähnen aufgefunden wurde.

Die Kadaver der Elefanten wurden am Freitag im Pandamasue-Wald zwischen dem Hwange-Nationalpark und den bei Touristen sehr beliebten Viktoriafällen entdeckt, berichtet der Guardian.

Laut Tinashe Farawo, einem Sprecher der Zimbabwe National Parks and Wildlife Management Authority, wurden Blutproben zur Analyse in ein Labor geschickt, um die Todesursache ermitteln zu können.

"Wir können die Ursache erst nach den Tests feststellen", sagte Farawo. "Nur Elefanten waren betroffen. Weder Aasgeier noch andere Tiere wurden tot aufgefunden."

Die mysteriösen Todesfälle im Westen Simbabwes ähneln denen von mehr als 400 Elefanten im benachbarten Botswana. Seit Mai werden in dem Safari-Paradies immer wieder verendete Elefanten entdeckt. Nach wie vor können sich Wissenschaftler die rätselhaften Vorkommnisse im Okavangodelta nicht erklären. 

Lediglich Wilderei, Vergiftung und Milzbrand konnten als Todesursachen bislang ausgeschlossen werden.

Einige Experten vermuten, die Dickhäuter könnten durch einen bislang noch unbekannten Erreger ums Leben gekommen sein. Bislang gibt es jedoch noch keine konkreten Anzeichen für ein neuartiges Elefantenvirus.

Botswana hat mit 156.000 Exemplaren die weltweit größte Elefanten-Population, Simbabwe mit 85.000 die zweitgrößte. Im vergangenen Jahr starben in Simbabwe etwa 200 Elefanten an den Folgen einer Dürre.

Titelfoto: Volker Schlichting/123RF

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