So ein Theater! Affen-Männchen im Leipziger Zoo brauchen Nachhilfe im Flirten

Leipzig - Wenn es in Sachen Liebe doch nur so einfach wäre ... Wie zwei männliche Affen im Zoo Leipzig feststellen mussten, ist es ganz schön viel Arbeit, die Dame des Herzens von sich zu überzeugen.

Zerzauster Bart und müder Blick: Kaiserschnurrbarttamarin Alex litt wohl noch unter Jetlag.
Zerzauster Bart und müder Blick: Kaiserschnurrbarttamarin Alex litt wohl noch unter Jetlag.  © Screenshot MDR/ "Elefant, Tiger und Co"

In der letzten Folge der Kultserie "Elefant, Tiger und Co" gaben die Tierpfleger Juliane Ladensack und Phillip Künemeyer Einblick in die etwas unbeholfenen Liebesmühen von Kaiserschnurrbarttamarin Alex.

Dieser war jüngst aus dem Zoo in Kronberg im Taunus in Leipzig angekommen, um mit Affen-Dame Sissi den Bund der Ehe zu schließen - beziehungsweise im besten Fall für ordentlich Nachwuchs zu sorgen.

Doch schon zu Beginn der Verpartnerung schienen nicht alle Sterne günstig für Alex zu stehen. "Er erfüllt nicht gerade alle Schönheitsideale eines Kaiserschnurrbarttamarin", befürchtete Pfleger Philipp Künemeyer. Alex fehlt nämlich ein Stück seines Schwanzes, der unter anderem wichtig fürs Klettern ist.

Wie die Pfleger feststellten, saß auch der für die Art so einzigartige Schnurrbart des Affen-Mannes nicht besonders ordentlich - ob er so das Herz von "Kaiserin" Sissi erobern konnte?

Nett geht aber anders: Bartaffe Yenur zeigte seinen neuen Mitbewohnerinnen erstmal die Zähne.
Nett geht aber anders: Bartaffe Yenur zeigte seinen neuen Mitbewohnerinnen erstmal die Zähne.  © Screenshot MDR/ "Elefant, Tiger und Co"

In der männlichen Unterzahl: Für Bartaffe Yenur stand es 1:3

In der Unterzahl: Die Weibchen drängten ihren vermeintlichen "Boss" in die Enge.
In der Unterzahl: Die Weibchen drängten ihren vermeintlichen "Boss" in die Enge.  © Screenshot MDR/ "Elefant, Tiger und Co"

Die Tamarin-Dame schien dem unbeholfenen Männchen zwar nicht abgeneigt, versuchte immer wieder Kontakt zu dem Neuankömmling in ihrem Gehege aufzunehmen. Doch schien Alex sich zunächst hinter seiner schüchternen Seite verstecken zu wollen und ignorierte das erfahrene Weibchen. "Und das bei einer Kaiserin, ein Frevel!", lachte Tierpflegerin Juliane Ladensack.

"Aber vielleicht leidet er noch unter einem Jetlag und taut später ein bisschen auf." Gut Ding will schließlich Weile haben!

Mit ein bisschen mehr Temperament ging es zwischenzeitlich bei den Bartaffen zu: Dort sollte Männchen Yenur drei neue Mitbewohnerinnen bekommen. Und das sorgte für ordentlich Krach! Nach nur wenigen Minuten wurden hier die Zähne gebleckt. "Man hört hier ganz schönes Geschrei, aber das ist noch okay so. Eigentlich kann er bei den drei reizenden Damen nicht 'Nein' sagen", hoffte Pflegerin Anja Recknagel. Nachdem Yenur von den drei Grazien eingekesselt und angeschrien worden war, verzog er sich lieber in das hohe Geäst des Geheges.

Auch hier wird wohl noch einiges an Geduld nötig sein...

Titelfoto: Bildmontage: Screenshot MDR/ "Elefant, Tiger und Co"

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