Nationalpark warnt seine Besucher: "Haltet euch vom Auerhahn fern"

Cairngorms (Großbritannien) - Der bei Einheimischen und Touristen beliebte Cairngorms-Nationalpark in Schottland beherbergt unzählige Berge, Waldwege, Flüsse, Seen... und Auerhühner! Vor letzteren warnte die Parkverwaltung nun offiziell, doch warum?

Der Auerhahn besitzt markante Federn und gilt als dominant, doch der Waldvogel ist eine gefährdete Tierart.
Der Auerhahn besitzt markante Federn und gilt als dominant, doch der Waldvogel ist eine gefährdete Tierart.  © jmrocek/123rf

Mit der kuriosen Bitte, sich vor dem "aggressiven Auerhahn" fernzuhalten, sorgte der Nationalpark kürzlich für Aufsehen, wie BBC berichtet.

Besucher des Cairngorms sollten sich der potenziellen Risiken bewusst werden, die ihr Besuch für die bodennistenden Vögel darstellt.

Der etwa truthahngroße Auerhahn (Tetrao urogallus) befindet sich aktuell in der Brutzeit und ist daher besonders störungsempfindlich.

Tatsächlich verstehen manche der majestätischen Tiere keinen Spaß, wenn man sie zu sehr bedrängt. Außerdem gelten sie als unbedingt schützenswert.

Laut Parkverwaltung leben heute 80 Prozent aller britischen Auerhuhn-Populationen im schottischen Cairngorms-Nationalpark, weniger als 1000 verbliebene Exemplare.

Da vergangenen Freitag das coronabedingte Reiseverbot innerhalb Schottlands aufgehoben wurde, befürchtet der Park nun einen regelrechten Ansturm von Wanderern - und damit quasi genau zur falschen Zeit für die fasanenartige Vogelart.

Auerhahn und Auerhuhn befinden sich in der Brutzeit und brauchen daher Ruhe

Ein Auerhuhnweibchen fliegt bei Unterweißbach (Thüringen) im Rahmen einer Auswilderung durch den Wald.
Ein Auerhuhnweibchen fliegt bei Unterweißbach (Thüringen) im Rahmen einer Auswilderung durch den Wald.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Besucher sollten möglichst auf den vorgegebenen Wanderwegen bleiben und ihre Hunde an der Leine halten, teilten die Verantwortlichen des Parks mit.

Hierzulande ist das Auerhuhn vor allem in der Niederlausitz vorzufinden. Der stetige Verlust seines Lebensraumes trägt auch bei uns dazu bei, dass der Tierbestand immer weiter zurückgeht.

Titelfoto: jmrocek/123rf

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