Natürliche Rasenmäher: Rotes Harzer Höhenvieh wieder auf dem Brocken unterwegs

Wernigerode - Auf dem Brocken weidet im Herbst wieder das traditionsreiche Harzer Höhenvieh.

Auf dem Brocken weidet in diesem Herbst wieder das Harzer Höhenvieh.
Auf dem Brocken weidet in diesem Herbst wieder das Harzer Höhenvieh.  © Gunter Karste/Nationalpark Harz/dpa

Die Rinder sollen dafür sorgen, dass auf dem höchsten Berg im Harz mehr seltene Pflanzen wie Brocken-Anemonen wachsen können. Das gelingt den Rindern, indem sie dort das Gras fressen und so Lebensraum für bedrohte Arten schaffen.

In den vergangenen zwei Jahren zeigte sich nach Angaben des Nationalparks Harz, dass die Rinder als natürliche Rasenmäher das Gras auf dem Brocken reduzieren und die Grasnarbe durchtreten.

Das ist für den Naturschutz gut, weil grasfreie Standorte dann mit Anemonen oder Besenheide bepflanzt werden können, wie Biologe Gunter Karste erklärte, der im Nationalpark Harz für das Projekt zuständig ist.

Das Harzer Höhenvieh strotzt momentan auch dem schlechten Wetter und Dauerregen.
Das Harzer Höhenvieh strotzt momentan auch dem schlechten Wetter und Dauerregen.  © Matthias Strauß

Ziel sei es, bedrohte Arten auf dem Brockenplateau vor dem Aussterben zu bewahren.

Titelfoto: Gunter Karste/Nationalpark Harz/dpa

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