Orca-Baby strandet in Felsenbecken: Verzweifelte Suche nach der Herde

Von Carola Frentzen

Wellington - In Neuseeland sorgt seit Tagen ein gestrandetes Orca-Baby für Schlagzeilen.

Ein freiwilliger Helfer kümmert sich um das Orca-Baby, das vor Neuseeland gestrandet ist.
Ein freiwilliger Helfer kümmert sich um das Orca-Baby, das vor Neuseeland gestrandet ist.  © Ben Mckay/AAP/dpa

Der kleine Schwertwal war am Sonntag vor Plimmerton Beach in der Nähe der Hauptstadt Wellington in flachem Gewässer entdeckt worden - von seiner Herde und der Mutter fehlte jede Spur.

Wahrscheinlich hätten die Meeressäuger das etwa vier bis sechs Monate alte Männchen zurücklassen müssen, sagte die Orca-Expertin Ingrid Visser der Zeitung New Zealand Herald.

Bei einsetzender Ebbe sei es ihnen offenbar nicht gelungen, den Kleinen aus dem Felsenbecken zu befreien.

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Mittlerweile seien viele freiwillige Helfer im Einsatz, so Visser, die auch Gründerin der Organisation "Orca Research Trust" ist. Einige wechselten sich im Wasser ab, um das Jungtier zu sichern und zu beruhigen. Andere suchten das Meer nach der Herde ab - bisher ohne Erfolg.

Ein Anwohner habe sein Flugzeug zur Verfügung gestellt, um entlang der Küste Ausschau nach Schwertwalen zu halten, so der Sender Radio New Zealand.

Der Mini-Orca hat auch schon einen Namen: Örtliche Maori tauften ihn auf den Namen "Toa", was so viel wie "mutig" oder "stark" bedeutet.

Freiwillige Helfer kümmern sich um das gestrandete Orca-Baby.
Freiwillige Helfer kümmern sich um das gestrandete Orca-Baby.  © Ben Mckay/AAP/dpa

Die Helfer suchten derweil verzweifelt nach irgendeiner Herde in der Nähe, weil der Kleine dringend Muttermilch benötige, hieß es. Weibliche Orcas sind bekannt dafür, dass sie Walkälber als Ersatzmutter annehmen können.

Titelfoto: Ben Mckay/AAP/dpa

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