Pferd erneut mit Stichen verletzt! Steckt ein widerlicher Internettrend dahinter?

Jena - Im Weimarer Land hat es am vergangenen Samstag den nächsten Angriff auf ein Pferd gegeben. Haben die häufigen Attacken einen speziellen Hintergrund?

Das Auge eines Pferdes: Immer häufiger werden Tiere Zielscheibe von Angriffen (Symbolfoto).
Das Auge eines Pferdes: Immer häufiger werden Tiere Zielscheibe von Angriffen (Symbolfoto).  © 123RF/electricmango

Wie die Besitzerin des Pferdes mitteilte, habe sie die Stute, welches auf einer Koppel im thüringischen Niedertrebra untergebracht ist, am Samstag mit einer Schnittverletzung vorgefunden. 

Es ist davon auszugehen, dass dem Tier diese Verletzungen durch Dritte zugefügt wurden, erklärte die Polizei

Als die Besitzer am Samstag ihre Pferde auf der Koppel besuchten, sollen die Tiere ein ungewöhnliches Verhalten an den Tag gelegt haben. Die Herde sei in großer Aufruhr und Alarmbereitschaft gewesen.

Diesen Eindruck vermittelten die Pferde zumindest ihren Besitzern, heißt es. Glücklicherweise waren die zugefügten Schnitte für die Stute nicht lebensbedrohlich. 

Zahl der Pferde-Attacken nimmt zu

Der Vorfall reiht sich damit in eine unschöne Liste von Pferde-Angriffen aus den vergangenen Wochen ein. 

In Suhl wurde zuletzt ein Pferd auf einer Koppel im Ortsteil Vesser tot aufgefunden. Auch hier wies das Tier mehrere Verletzungen auf (TAG24 berichtete). 

Wenige Tage zuvor war erst bekannt geworden, dass in Jena fünf Pferde ebenfalls mit Stichen verletzt worden waren. 

Ist ein abscheulicher Internettrend der Grund dieser wiederkehrenden Taten?

Neben Thüringen machen sogenannte "Pferde-Ripper", also Tierquäler, unter anderem in Nordrhein-Westfalen und Frankreich Jagd auf die Vierbeiner. Die Tiere wurden dabei immer nach einem ähnlichen Muster angegriffen.

Möglicherweise ist ein derzeit im Darknet kursierender "Trend" der Grund für die ekelhaften Taten: Ziel dieses "Wettbewerbs" ist es den Tieren Augen, Ohren oder Genitalien abzuschneiden und diese als eine Art Trophäe zu sammeln. 

Die Tierschutzorganisation PETA rät Pferde-Besitzern deshalb ihre Tiere, wenn möglich, nachts in den Stall zu holen. 

Im Fall des in Niedertrebra verletzten Pferdes sucht die Kriminalpolizei Jena nach Zeugen. Hinweise sollen unter der 03644-5410 gemeldet werden. 

Titelfoto: 123RF/electricmango

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