Puschel-Alarm: Kleine Hörnchen mischen Tropenhaus auf

Köln – Winzige Finger, Kulleraugen und Puschel-Schwanz: Im Tropenhaus im Kölner Zoo sind Ende August zum ersten Mal zwei kleine Prevost-Hörnchen geboren worden.

Prevost-Hörnchen zeichnen sich durch ihr prächtig gefärbtes Fell aus. Sie zählen zur Gattung der Echten Schönhörnchen.
Prevost-Hörnchen zeichnen sich durch ihr prächtig gefärbtes Fell aus. Sie zählen zur Gattung der Echten Schönhörnchen.  © Dr. Alex Sliwa

Die unheimlich süßen Baumbewohner sind inzwischen gute drei Monate alt und für Besucher immer öfter zu sehen. Ihr prächtig gefärbtes Fell macht die Tierchen zu einem echten Hingucker.

So zählen sie mit ihrem kastanienbraunen Bauch, dem schwarzen Rücken und den hellen Streifen an der Seite zur Gattung der Echten Schönhörnchen.

Zur Welt kamen die Geschwister allerdings noch fast nackt und orientierungslos mit geschlossenen Augen. Bei der Geburt wogen sie nur 16 Gramm. 

Das Muttertier wird ihre Jungen voraussichtlich noch mehrere Wochen lang säugen.

Ihr Nest in einer Baumhöhle hoch oben im Gehege haben die Kleinen inzwischen aber schon verlassen und werden zu echten Akrobaten. Besonders am frühen Morgen und am späten Nachmittag sind die Hörnchen putzmunter und hangeln sich durch Äste.

Dabei erweist sich ihr buschiger Schwanz als nützlich. Er ist mit etwa 24 Zentimetern genauso lang wie ihr restlicher Körper.

Prevost-Hörnchen klettern in Höhen von bis zu 40 Metern

Die beiden Prevost-Hörnchen haben am 29. August im Kölner Zoo das Licht der Welt erblickt.
Die beiden Prevost-Hörnchen haben am 29. August im Kölner Zoo das Licht der Welt erblickt.  © Werner Scheurer

Prevost-Hörnchen stammen aus den immergrünen Wäldern der Tropeninsel Sumatra. 

Sie sind aber auch im Südlichen Thailand, auf der Malaiischen Halbinsel  und der großen Sunda-Insel Borneo verbreitet. Dort halten sich die Tiere am liebsten auf Bäumen in Höhen zwischen sechs und fast 40 Metern auf.

Anders als Eichhörnchen legen sich die Allesfresser keine Vorräte für die kälteren Jahreszeiten an. 

Stattdessen tragen sie ihr Futter - vor allem von Pflanzen, aber auch Insekten wie etwa Termiten und Käferlarven - an einen geschützten Ort, um es dort zu fressen.

Dabei gelten sie (noch) nicht als vom Aussterben bedroht, sind jedoch von der Rodung von Wäldern betroffen. Auch sind sie in Teilen ihres Verbreitungsgebietes beliebte Haustiere und werden daher stark bejagt.

Titelfoto: Dr. Alex Sliwa

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