Qualvoller Tod: Braunbär mit Schusswaffe hingerichtet

Foix - Nach dem gewaltsamen Tod eines freilebenden Bären in Südwestfrankreich haben Ermittler eine Autopsie angeordnet.

Nach dem gewaltsamen Tod des freilebenden Bären in Südwestfrankreich haben Ermittler eine Autopsie angeordnet.
Nach dem gewaltsamen Tod des freilebenden Bären in Südwestfrankreich haben Ermittler eine Autopsie angeordnet.  © Préfecture de l’Ariège/dpa

Das männliche Tier im Alter von vier bis fünf Jahren und einem Gewicht von bis zu 180 Kilo wurde nach ersten Erkenntnissen mit einer Schusswaffe getötet.

Das teilten die Staatsanwaltschaft und die Präfektur am Mittwoch in Foix im Pyrenäen-Département Ariège mit. "Der Bär ist eine geschützte Art, diese Tat ist ungesetzlich", hieß es in einer Mitteilung.

Präfektur und Staatsanwaltschaft setzten in dem unwegsamen Gebirgsgelände in der Nähe des Ortes Ustou einen Hubschrauber ein, um das tote Tier zu transportieren. 

Die französische Umweltministerin Elisabeth Borne hatte sich am Dienstag unmittelbar nach dem Fund des Bären unweit der Grenze zu Spanien in den ungewöhnlichen Fall eingeschaltet. Sie kündigte eine Anzeige des Staates an.

Um wildlebende Braunbären gibt es in der Region schon seit Jahren Streit. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete, leben inzwischen rund 50 Bären in den Pyrenäen. 

Das männliche Tier im Alter von vier bis fünf Jahren und einem Gewicht von bis zu 180 Kilo wurde nach ersten Erkenntnissen mit einer Schusswaffe getötet.
Das männliche Tier im Alter von vier bis fünf Jahren und einem Gewicht von bis zu 180 Kilo wurde nach ersten Erkenntnissen mit einer Schusswaffe getötet.  © Préfecture de l’Ariège/dpa

Tierhalter argumentieren, die Bären seien unvereinbar mit ihren Herden.

Im vergangenen Jahr seien über 1100 Tiere von Bären getötet worden. Vor über 20 Jahren waren Tiere aus Slowenien in die Region umgesiedelt worden. Männliche Bären können bis 200 Kilogramm wiegen, weibliche bis zu 120 Kilo. 

Bären gibt es in Frankreich nur noch in den Pyrenäen.

Titelfoto: Préfecture de l’Ariège/dpa

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