Kurioser Einsatz: Wer steckt denn hier im Zaun fest?

Oldenburg - Am frühen Mittwochmorgen wurden Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr zu einem tierischen Einsatz im niedersächsischen Westerstede (Landkreis Ammerland) gerufen.

Das Tier konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien.
Das Tier konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien.  © Polizei Oldenburg

In der Kuhlenstraße war den Beamten von Anwohnern ein weibliches Reh gemeldet worden, das in einem Metalltor feststecken sollte.

Offenbar war das junge Tier mit der Hüfte zwischen zwei Streben steckengeblieben, als es durch die schmalen Öffnungen hindurch springen wollte. Es konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr aus seiner misslichen Lage befreien.

Da der für das Gebiet zuständige Jagdpächter zunächst nicht von der Polizei erreicht werden konnte, enschlossen sich die angerückten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Westerstede dazu, das Reh schnell mit schwerem Gerät zu befreien.

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Sie gingen davon aus, dass möglicherweise Jungtiere der Ricke auf die Milch der Mutter warteten.

Anschließend wurde das Tier zur Beruhigung in mehrere Decken gewickelt und zu einem nahegelegenen Waldrand gebracht. Dort lief es schließlich unverletzt in die zurückgewonnene Freiheit.

"So nahm der kuriose Einsatz doch ein glückliches Ende", heißt es in der Mitteilung der Polizei Oldenburg am Mittwoch.

Einsatzkräfte der Feuerwehr wickeln das Reh in Decken.
Einsatzkräfte der Feuerwehr wickeln das Reh in Decken.  © Polizei Oldenburg

Ähnlicher Vorfall in Hoyerswerda

Das Reh lag auf einer Eisenstange.
Das Reh lag auf einer Eisenstange.  © Polizei

Immer wieder kommt es dazu, dass Wildtiere in Wohngebieten in Notsituationen geraten. Erst vor wenigen Wochen waren Einsatzkräfte im sächsischen Hoyerswerda (Landkreis Bautzen) zu einem ganz ähnlichen Fall gerufen worden (TAG24 berichtete).

Auch dort hatte sich ein süßes Bambi beim Durchqueren einer Toreinfahrt gewaltig verschätzt und war mit seinem Hinterteil einfach darin steckengeblieben.

Den Einsatzkräften bot sich dabei zunächst ein besonders schockierendes Bild: Denn es sah so aus, als ob der Körper des Rehs brutal von einer Eisenstange durchbohrt worden wäre.

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Doch dabei handelte es sich zum Glück nur um eine optische Täuschung.

Das junge Reh lag mit seinem Unterkörper lediglich auf der Eisenstange auf und konnte schließlich unverletzt von den Rettungskräften befreit werden.

Titelfoto: Polizei Oldenburg

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