Ruf der Wildnis: Vier Wisente aus Leipzig in Rumänien ausgewildert!

Leipzig - Der Wildpark Leipzig hat es in Zusammenarbeit mit "Foundation Conservation Carpathia (FCC)" geschafft, vier sogenannte Wisente auszuwildern.

Mitte Mai kamen die vier Leipziger Wisente in Rumänien an. Hier können sie bald wieder in freier WIldbahn leben.
Mitte Mai kamen die vier Leipziger Wisente in Rumänien an. Hier können sie bald wieder in freier WIldbahn leben.  © PR/Calin Serban

Bei den Tieren handelt es sich um europäische Bisons, die sei Anfang des 20. Jahrhunderts als nahezu ausgestorben gelten. Um den Erhalt der Wisente zu sichern, beteiligt sich auch der Leipziger Wildpark seit 1979 an der Züchtung.

Aktuell leben dort fünfzehn Wisente, Nachwuchs hat sich bereits wieder angekündigt. Damit leistet der Wildpark einen erheblichen Anteil, um das größte Sägetier Europas vor dem Aussterben zu bewahren.

Das Ziel von "Foundation Conservation Carpathia (FCC)" ist es, die Wisente wieder in den rumänischen Karpaten anzusiedeln.

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Um bald wieder in freier Wildbahn umherstreifen zu können, haben sich die vier Leipziger Exemplare Lika, Lia, Liaho und Liv Mitte Mai in einem Lkw auf den Weg ins Gebirge von Fégéraa gemacht.

"Nachdem sie wohlbehalten in ihrer neuen Heimat angekommen sind, werden sie zusammen mit anderen Artgenossen aus verschiedenen europäischen Zoos zunächst ein Jahr lang in einem Reservat eingewöhnt", erklärt das Leipziger Amt für Stadtgrün und Gewässer. "Danach werden sie vollständig im Gebirge von Fégéraa in Rumänien ausgewildert".

Dort können sie sich entweder einer bereits vollständig ausgewilderten Herde anschließen oder ihre eigenen Wege gehen - so wie es schon immer sein sollte. Nebenbei soll durch das Abgrasen der Wisente das natürliche Ökosystem des Gebirges wiederhergestellt werden.

Titelfoto: PR/Calin Serban

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