Schildkröte "Lou" hat tragischen Unfall und kämpft sich ins Leben zurück

Queensland - Eine gemeinnützige Tierorganisation in Australien nahm sich einer schwer verletzten Schildkröte an. Zunächst sah es nicht gut für das Tier aus. Doch dann sollte sich alles ändern.

Lou wurde mit einem Sender in der Wildnis entlassen. Obwohl ihm zwei Flossen fehlen, glauben seine Pfleger daran, dass er in der Wildnis überleben wird.
Lou wurde mit einem Sender in der Wildnis entlassen. Obwohl ihm zwei Flossen fehlen, glauben seine Pfleger daran, dass er in der Wildnis überleben wird.  © Facebook/Collage/cairnsturtlerehab

Im Jahr 2015 wurde die gemeinnützige Tierorganisation "Cairns Schildkröten Rehabilitationszentrum" über eine schwer verletzte Schildkröte informiert. Diese wurde in weggeworfenen Fischernetzen gefunden.

Wie das Magazin BoredPanda berichtete, zögerten die Mitarbeiter nicht lange und nahmen das Tier bei sich auf. Sie gaben ihm den Namen Lou.

Bei seiner Rettung fehlte ihm bereits seine vordere linke Flosse. Als Lou später von einem Tierarzt untersucht wurde, fand man heraus, dass auch seine rechte Rückenflosse zu stark beschädigt worden war.

Diese konnte nicht mehr gerettet werden. Daher wurde sie amputiert, sodass die Schildkröte nur noch zwei Flossen besaß.

"Es bestand immer die Hoffnung, dass er sich erholen und wieder in die Wildnis zurückkehren würde, wo er hingehört", berichtete eine Mitarbeiterin.

Und das tat er. Lou erwies sich als echter Kämpfer. Er lernte wieder schwimmen und überzeugte seine Retter, ihn in die Wildnis zu entlassen. Denn trotz der fehlenden Flossen schaffte es Lou, sich zu behaupten. Er benutzte seinen 15 Zentimeter langen Schwanz als Ruder.

Die Tierorganisation berichtet auf Facebook über Schildkröte Lou

Schildkröte Lou hat einen Sender zur Überwachung bei sich

Was schwimmt denn da? Der Sender auf seinen Rücken scheint Lou nicht zu beeinträchtigen.
Was schwimmt denn da? Der Sender auf seinen Rücken scheint Lou nicht zu beeinträchtigen.  © Facebook/Collage/cairnsturtlerehab

Der Weg zu seinem erfolgreichen Schwimm-Comeback war lang. Doch Lou bewies sich.

Gerade für die Natur ist dies unglaublich wichtig. Denn Lou stammt von den Oliv-Bastardschildkröten ab, einer gefährdeten Art. Oft verheddern sich die Schildkröten in Fischernetzen oder werden von Menschen abgeschlachtet, die an ihren Eiern interessiert sind.

Lou wurde an einem Strand mit klaren Wasser entlassen. Die Schildkröte hat einen Satelliten-Tracker bei sich, um seine Reise zurück in die Wildnis zu überwachen.

Seine Pfleger sind sich sicher, dass er sich in der Wildnis durchzusetzen weiß. Denn Lou, so drückte sich eine Mitarbeiterin aus, sei ein Kerl mit einer echten Persönlichkeit.

Titelfoto: Facebook/Collage/cairnsturtlerehab

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