Schlimmer Verdacht: Tierschützer soll Hunde-Schlachter für perverses Video bezahlt haben

Los Angeles (USA) - Dem amerikanischen Tierschützer Marc Ching (41) wird Abartiges vorgeworfen. Er soll asiatische  Schlachter dafür bezahlt haben, unschuldige Hunde grausam zu Tode zu quälen.

Linda Ching, und Marc Ching bei einer Animal Hope & Wellness Foundation Gala. (Archivbild)
Linda Ching, und Marc Ching bei einer Animal Hope & Wellness Foundation Gala. (Archivbild)  © imago images/Starface

Das ganze filmte der 41-jährige Marc Ching, um auf die Missstände in der asiatischen Hundefleisch-"Industrie" aufmerksam zu machen. Entstanden ist eine gefälschte Undercover-Dokumetation, behauptet jetzt die "Los Angeles Times".

Eines dieser Undercover-Schock-Videos wurde auf der Website der Tierschutzorganisation "Animal Hope & Wellness Foundation" veröffentlicht, dessen Leite Marc Ching ist. Die Organisation sammelt Geld, um Hunde aus asiatischen Schlachthäusern zu retten.

Auf dem Video ist unter anderem zu sehen, wie ein Hund bei lebendigen Leib abgefackelt wird. Ein weiteres Tier wird mit abgezogenen Fell, aber lebendig, auf einer offenen Feuerstelle gegrillt. Auf einen anderen wird vermutlich eingeschlagen. Sogenanntes "humanes Schlachten" sieht anders aus. 

Hat Marc Ching das alles grausam Inszeniert? 

Tierschützer aus Asien machten auf den vermeintlichen Betrug von Marc Ching als erstes aufmerksam, so die "Los Angeles Times". 

So soll es tatsächlich abgelaufen sein: 

Metzger, die in dem Video zeigen, wie sie die Tiere grausam quälen, gaben gegenüber der Zeitung an, Marc Ching sei, unter dem Vorwand Hundefleisch kaufen zu wollen, in Indonesien auf sie zugegangen.

Anschließend soll er von ihnen verlangt haben, die Hunde auf besonders widerliche Art und Weise zu töten. Er würde das ganze dann filmen. 

Entstanden ist wohl mehr als ein abartiger Clip, die indonesische Metzger als grausame Tierquäler verleumden.

Zwar werden in Teilen Asiens tatsächlich Hunde zum Verzehr geschlachtet, aber nicht mit solchen grausamen Methoden, wie sie in dem Video gezeigt werden, heißt es.

Laut der "LA Times", liegt der Zeitung Rohmaterial des Videos vor, dass diese Behauptung der schrecklichen Inszenierung für den Tierschutz untermauert.

Marc Ching äußert sich zu den Vorwürfen

Diese Vorwürfe ließ Marc Ching natürlich nicht auf sich sitzen. In einem Statement auf seiner Tierschutz-Website äußerte er sich jetzt zu den schweren Vorwürfen.

"Wir bezahlten verschiedene Schlachthöfe auf der ganzen Welt, um Zugang zu Schlachthöfen zu erhalten. Wir haben bezahlt, um Hunde von diesen Schlachthöfen zu kaufen. Wir bezahlten, um sie (bei der Arbeit) zu sehen. Aber wir haben ihnen nie gesagt, wie sie die Hunde töten sollen, oder irgendetwas inszeniert."

Was er in seinem Video zeige, sei nur die unangenehme Wahrheit: "In Bezug auf die Folter von Hunden. Das gibt es nicht an jedem Ort und nicht in jeder Region. Große Einrichtungen haben in der Regel nicht die Zeit, die Art von Dingen zu tun, die viele dokumentiert haben. Auf kleineren Hinterhofplätzen oder in Restaurants kann man sie jedoch dabei beobachten, wie Hunde aufgehängt, geschlagen oder lebendig verbrannt werden."

Wie das Rohmaterial entstand, das laut der "LA Times" als Beweis für das grausame Handeln gilt, erklärt Ching wie folgt: Er und sein Team wollten eine besonders ausdrucksstarke Szene nachstellen, "weil dieses Ereignis viele Monate zuvor auf einer separaten Rettungsreise authentisch stattgefunden hatte. Das ist nie geschehen, wir haben diese Szene nie nachgestellt."

ACHTUNG: Das besagte Video

Russell M. Selmont, der Anwalt des Tierschützers äußerte sich ebenfalls zu den schweren Vorwürfen. Es würde keine Beweise dafür geben, dass sein Klient "jemals die Verbrennung von Hunden inszeniert hat (...) oder jemals wissentlich oder absichtlich zur Schädigung von Tieren beigetragen hat". Viel mehr seien die Aussagen der Metzger unglaubwürdig, da sie jetzt Angst um ihre Existenz hätten. 

Titelfoto: imago images/Starface

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