Schnee und Frost machen Vögeln das Leben schwer: So füttert Ihr die Tiere richtig

Chemnitz - Nun ist der Winter richtig angekommen: Seit dem Wochenende gab es Neuschnee bis ins Flachland, sodass viele Felder, Wälder und Wiesen unter einer geschlossenen Schneedecke liegen. So schön wie die weiße Pracht auch aussieht, macht sie aber zahlreichen Tieren das Leben schwer. Der Tierpark Chemnitz hat nun Tipps zum Vogelfüttern gegeben.

Derzeit kann man an Vogelhäuschen viele heimische Arten beobachten.
Derzeit kann man an Vogelhäuschen viele heimische Arten beobachten.  © siamphotos/123 RF

Im Winter, egal ob mit oder ohne Schnee, haben Vögel natürlich nicht das gleiche Nahrungsangebot wie im Sommer. Viele Arten stellen sich deswegen in der kalten Jahreszeit um und ernähren sich überwiegend vegetarisch.

Die Vögel, die nicht auf Insekten, Würmer & Co. verzichten können, ziehen in den Süden. Doch von was ernähren sich die Piepmätze, die hier in Deutschland bleiben und wie kann man sie unterstützen?

"Für viele stellen die Samen verschiedenster Bäume die Hauptnahrung dar. Dabei haben sich verschiedene Vogelarten auch auf die Samen verschiedenster Bäume und Sträucher spezialisiert. So ernährt sich der Buchfink größtenteils von Bucheckern, der Eichelhäher größtenteils von Eicheln oder der Fichtenkreuzschnabel von den Samen der Fichtenzapfen. Doch auch einige Insektenfresser, wie der Zaunkönig oder der Buntspecht, werden selbst im Winter noch fündig. Mit ihren geschickten Schnäbeln picken sie Insekten aus Baumrinden oder kleinsten Ritzen", erklärt der Chemnitzer Tierpark auf seiner Facebook-Seite.

Nicht jedes Futter ist für die Tiere gut

Auf Meisenknödel sollte man lieber verzichten, raten die Experten im Tierpark, da hier ein erhöhtes Verletzungsrisiko besteht.
Auf Meisenknödel sollte man lieber verzichten, raten die Experten im Tierpark, da hier ein erhöhtes Verletzungsrisiko besteht.  © aneva/123 RF

Wer ein Vogelhäuschen im Garten oder auf dem Balkon hat, macht fast allen heimischen Vogelarten mit Sonnenblumenkernen eine Freude. Sie dienen als Basisfutter. Finken, Meisen und andere Körnerfresser freuen sich auch über Körnergemische, Erdnussbruch und fetthaltige Samen wie Hanf oder Mohn.

Anders sieht es bei Weichfutterfressern wie Amseln oder Drosseln aus: Ihnen kann man auch mal Rosinen, Obst, Haferflocken oder Kleie an die Futterstationen legen.

Der Tierpark warnt aber auch, dass nicht alles, was es im Handel für Vögel zu kaufen gibt, auch gut ist: "Auf die im Handel zu erwerbenden, in Plastiknetzen verpackten Meisenknödel sollte man lieber verzichten, da die Netze ein zu hohes Verletzungsrisiko bergen."

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Auch von salzhaltiger Nahrung wie Brot oder Speck sollte man lieber die Finger lassen.

Titelfoto: siamphotos/123 RF

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