40.000 Tiere: Seehundbestand im Wattenmeer in 30 Jahren verfünffacht

Wilhelmshaven - Der Bestand von Seehunden im Wattenmeer hat sich nach Schätzungen von Experten in den vergangenen 30 Jahren verfünffacht.

Robben und Seehunde liegen am Südstrand auf der Düne vor der Insel Helgoland in der Sonne. (Archivbild)
Robben und Seehunde liegen am Südstrand auf der Düne vor der Insel Helgoland in der Sonne. (Archivbild)  © Christian Charisius/dpa

Damit ist die Population wieder auf dem Niveau von 1900, wie das Wattenmeersekretariat am Montag in Wilhelmshaven mitteilte.

Die Zahl der Tiere werde im dänisch-niederländisch-deutschen Wattenmeer auf 40.000 geschätzt.

"Damit scheint die Population ein Plateau erreicht zu haben", folgern die Wissenschaftler aus den aktuellen Zahlen.

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Trilaterale Langzeitdaten deuten demnach darauf hin, dass die mittlere jährliche Wachstumsrate seit 2012 nur ein Prozent pro Jahr betrug. Die Zählung für 2021 habe sogar einen Rückgang von 1514 Seehunden im Vergleich zum Vorjahr ergeben (minus 5 Prozent).

"Wir können sicher sein, dass die jahrelange kontinuierliche Zunahme unserer Seehundpopulation zum Stillstand kommt", sagte Anders Galatius, Hauptautor des Wattenmeer-Seehundberichts.

In Dänemark sei sogar ein stetiger Rückgang der Zahlen zu verzeichnen.

Es ist den Experten zufolge nun wichtig, die Mechanismen zu untersuchen, die diesen Veränderungen zugrunde liegen, um darauf reagieren zu können.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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